Stuttgart / Von Melissa Seitz Am 21. März feiert „Aladdin“ Premiere. Neben bunten Kostümen erwartet das Publikum eine Stuttgarter Version des Musicals.

Das düstere Bühnenbild des Musicals „Glöckner von Notre Dame“ ist passé. Im Stage-Apollo-Theater ist es bunt und überall funkelt es. Die Bühne erstrahlt in einem orangefarbenen Licht, bunte Ornamente sind auf den Boden projiziert, der kleine Palast, der wie durch Magie auf die Bühne schwebt, ist mit Stofffetzen und glitzernden Steinchen verziert. „Wir bringen den Zauber des Orients auf die Bühne“, sagt Jürgen Langerfeld, Pressesprecher bei Stage Entertainment. Am 21. März feiert das Disney-Musical „Aladdin“ Premiere im SI-Centrum in Stuttgart.

Noch muss an den letzten Kleinigkeiten gefeilt werden. Die größte Hürde hat das Team rund um Produzent Hans Rausch und Benjamin Neuen, Technischer Leiter im Produktionsaufbau, schon hinter sich. Das Musical ist von Hamburg nach Stuttgart gezogen. Um Kulisse, Kostüme und Co. von einem ans andere Ende von Deutschland zu transportieren, waren 51 Vierzigtonner unterwegs. Nur fünfeinhalb Wochen hatte das Team Zeit, alles aufzubauen. Vor der ersten Aufführung hat Benjamin Neuen ein wenig Bammel: „Die Show hat Potenzial, Fehler zu enthalten. Alles ist hoch kompliziert und die Kulisse ist aufwändig.“

Proben laufen gut

Die gemeinsamen Proben begannen vor mehr als einer Woche, und das Fazit fällt positiv aus: „Sie laufen erstaunlicherweise gut“, sagt Produzent Hans Rausch. Das liege vor allem auch daran, dass ein großer Teil der Hamburger Darsteller auch in Stuttgart auftreten wird. Sie kennen das Stück, die Kulisse und die Abläufe. „Nur an die veränderten Wege müssen sie sich noch gewöhnen“, sagt Langerfeld. Zum Beispiel in die Blackbox, dort wo die farbenfrohen Kostüme und Kopfbedeckungen aufbewahrt werden.

Wer die Umkleidekabine der Darsteller betritt, sieht es überall funkeln. Fast jedes der 350 Kostüme ist mit glitzernden Steinen besetzt. „Wir haben sogar eine eigene Bestellnummer bei Swarovski“, verrät Langerfeld. Denn einige Knöpfe, Broschen oder Kristalle wurden nur für „Aladdin“ produziert. Als der Pressesprecher die Blackbox verlässt, huschen einige Mitarbeiterinnen vom Dressing-Team in den Raum. Es sind immer noch nicht alle Kostüme an Ort und Stelle. „Wir müssen jeden Platz nutzen“, sagt Langerfeld und zeigt nach oben auf ein Gerüst, das von der Decke baumelt. Hier werden weitere Klamotten aufgehängt.

Tänzer müssen acht Stunden am Tag arbeiten

Den Musical-Machern ist eine Sache besonders wichtig: Nur weil die komplette Produktion von Hamburg nach Stuttgart zieht, bedeute das nicht, dass das Publikum ein und dieselbe Show zu sehen bekommt. „Alles soll neu sein. Wir wollen die frischeste Version von Aladdin“, sagt Produzent Hans Rausch. Der Choreograf habe kein Mitleid mit den Tänzern und lasse sie derzeit acht Stunden am Tag arbeiten, weil er nicht zufrieden ist. Außerdem habe man den Script ein wenig verändert – vor allem für den Dschinni, der von Maximilian Mann gespielt wird.

Er ist übrigens der einzige der drei Hauptdarsteller, der zuvor in „Aladdin“ noch nicht zu sehen war. Nienke Latten spielte bereits in Hamburg die Jasmin und Philipp Büttner den Aladdin. Seit Dezember probt Maximilian Mann. Er hat sich sogar die Haare abrasiert, um voll und ganz in die Rolle des Dschinnis zu schlüpfen.

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Wenn der Teppich durch das Theater schwebt

Die berühmte Szene, in der Aladdin mit seiner Jasmin auf dem fliegenden Teppich sitzt, ist eines der Highlights des Musicals. Die dunkle Kulisse wird mit mehr als 1000 LEDs in einen Sternenhimmel verwandelt, in dem die zwei Hauptdarsteller auf dem Teppich zu sehen sind. Als atemberaubenden und magischen Moment bezeichnet Scott Taylor, Associate Director bei „Aladdin“, diesen Teil der Show.

Das Publikum werde auf die Bühne schauen und nicht verstehen, wie der Teppich plötzlich fliegen kann, sagt Taylor. Verraten möchte er den Trick nicht, das sei Teil der Disney-Magie, die geheim bleibt. sei

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Vierzigtonner haben Kulissenteile, Requisiten und Co. nach Stuttgart gebracht. Nur fünfeinhalb Wochen Zeit hatten Benjamin Neuen und sein Team, um alles aufzubauen.