Premierenparty am Freitag Debüt-Platte von DJ Blackout aus Hall

Henning Lenz mischt die Musik für seine neue Platte.
Henning Lenz mischt die Musik für seine neue Platte. © Foto: Ufuk Arslan
Schwäbisch Hall / Verena Köger 12.09.2018
Der Haller DJ Blackout veröffentlicht seine erste eigene Platte. Am Freitag ist Release-Party in der Kantine.

Seit mehr als 15 Jahren steht Henning Lenz schon als DJ Blackout auf der Bühne. Im November 2017 feierte er sein Jubiläum. Der 30-Jährige hatte sich als nächstes Ziel gesetzt, eigene Songs auf den Markt zu bringen. „Es reicht mittlerweile nicht mehr aus, nur in den Club zu kommen und aufzulegen“, sagt Lenz. Um bekannter zu werden und bessere „bookings“ zu bekommen, müsse man eigene Produktionen machen.

Knapp ein Jahr nach seinem Bühnenjubiläum präsentiert Lenz nun seine Platte „XV“. Der Titel steht für die römische Zahl 15, da er nach 14 Mixtapes nun seine erste eigen EP veröffentlicht. „EP“ steht für „Extended Play“ und bedeutet, dass es noch kein Album ist, aber mehr Songs drauf sind, als auf einer Maxi-CD. Ab Samstag ist „XV“ erhältlich, allerdings nicht als CD, sondern auf allen bekannten Musikplattformen im Internet.

Die Platte beinhaltet drei Tracks und ein Intro, an denen der DJ vorwiegend im Juli und August gefeilt hat. Einige Ideen hatte er schon länger im Kopf. Diese hat er zu Hause in seinem Studio gemixt. Den Großteil der Sounds hat er aber in Heilbronn in einem Studio aufgenommen. Die Melodien fallen ihm meist in alltäglichen Situationen ein. Dann setzt er sich an den Laptop und mixt los.

Texte von Rapper eingesungen

Die Vocals hat sein Heilbronner Musikerkollege und Rapper Crush Bundy in Mannheim eingesungen. „Die Texte hat er sich selbst überlegt. Ich wollte ihm da nicht reinreden“, so Lenz. Sie seien aber genauso geworden, wie er es sich vorgestellte habe. „Er spricht die Emotionen an, die ich beim Entwickeln des Remix gefühlt habe.“

Am besten sei der Text von „Verliebt“ geworden. „Da hat Crush Bundy richtig abgeliefert“, sagt Lenz und lacht. Denn Crush Bundy besingt darin die Liebe zu einem Pornostar. Musikalisch ist „Verliebt“ als typischer Party-Track  für Clubabende einzuordnen.

In eine ganz andere Richtung geht „Alles wird gut“. Dieser Song ist eher im Soul verankert. Der Rhythmus ist ruhig und lädt eher zum Abhängen ein. Inhaltlich geht es aber um ernste Themen: um Naturkatastrophen, die die Welt zerstören, und um Länder, die Menschen rüsten, die für Geld töten. „Und du hast damit gar nichts zu tun“, wirft Bundy seinen Zuhörern im Lied vor. Mit „Alles wird gut“ zeigen er und Blackout, dass sie sich nicht scheuen, Kritik an der Gesellschaft zu üben.

Auf „Gimme da Money“ ist Blackout besonders stolz, da darin Beats vorkommen, an denen er schon seit einer Weile sitzt. Diese mussten einfach bei seiner ersten EP dabei sein. Laut Lenz bedient der Track jedes Gangsta-Rapper-Klischee. Darin kommen zum Beispiel englische Schimpfwörter wie „bitch“ vor. „Die sind fast schon ein Stilmittel im Hip-Hop und komplettieren oft den Reim gut“, erklärt Lenz deren Gebrauch.

Auch wenn sich die Songs in Inhalt und Musikrichtung unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: Alle haben einen simplen und zurückhaltenden Grundbeat, der aber während des ganzen Songs präsent ist und auch im Kopf hängen bleibt. „Das schätzen die Leute auch an meiner Musik. Das ist der typische DJ-Blackout-Sound.“

Info Am kommenden Freitag, 14. September, feiert DJ Blackout eine Release-Party in der Kantine 26 in Hessental. Beginn ist um 22 Uhr. Erst legt sein „DJ-Schüler“ Poetics auf, ab 1 Uhr kommt dann DJ Blackout mit seinen neuen Songs auf die Bühne.

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