Der Zwergtaucher hat in diesem Jahr wieder im Streifleswald gebrütet, berichtet der Naturschutzbund (NABU) Schwäbisch Hall. Der kleinste europäische Lappentaucher ist in Baden-Württemberg nach wie vor stark gefährdet. In der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Baden-Württembergs wird er in der Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt. Der Rückgang in Baden-Württemberg hält weiter an, hat aber in jüngster Zeit etwas an Stärke abgenommen.

Peter Trka vom NABU hat beobachtet, dass bei der Brutablösung oft etwas vermoderndes oder grünes Nistmaterial (Schilf-, Binsen-, Seggenblätter, Algen, Wasserlinsen oder Wasserknöterich) mitgebracht und dann während der Bebrütung verbaut wird.
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Münsingen

Nach einer circa 20-tägigen Brutzeit schlüpfen die ersten Jungen und werden von den Eltern gefüttert. Ab dem 14. Lebenstag werden sie langsam selbstständig und versuchen, schon selbst Nahrung zu suchen und auch nach kleineren Fluginsekten zu schnappen. Mit rund vier Wochen können sie alleine für sich sorgen, werden aber noch zum Teil von den Eltern versorgt. Nach circa 30 bis 40 Tagen sind sie unabhängig von ihren Eltern. Nach Berechnungen von NABU-Mitglied Peter Trka sind die jungen Zwergtaucher Anfang Mai geschlüpft und wären somit Ende Juni/Anfang Juli flügge.
„Leider hat es aus der diesjährigen Brut mit drei Pulli nur einer in die Selbstständigkeit geschafft“, berichtet Trka. Bis in die letzte Juni-Woche noch hat Trka den Jungvogel bei seiner Nahrungssuche im dichten Wirrwarr des Wasserknöterichs beobachtet. Durch seine geringe Größe und seine unscheinbare Gefiederfarbe ist er mit bloßem Auge kaum zu erkennen.