Bereits im Sommer 2015 wurde am Diakonie-Klinikum ein neuer MRT-Scanner in Betrieb genommen. MRT steht für Magnetresonanztomographie, auch Kernspintomographie genannt. Dies ist "ein modernes bildgebendes Verfahren, das detaillierter Bilder aus dem Körperinnern erzeugt. Da hierfür keine Röntgenstrahlen zur Anwendung kommen, ist das Verfahren besonders patientenschonend", teilt das Diakonieklinikum mit. Es gebe durch die bessere Bildgebung viel treffgenauere Befunde von Tumoren, eine genauere Diagnose im Fall von Krebs, machte Professor Dr. Martin Libicher vom Diak in einem Interview deutlich. Der Arzt bekomme einen schnelleren Gesamtüberblick und frühe Antworten auf Fragen wie: Wo befindet sich der Tumor genau? Handelt es sich um eine gefährliche oder um eine ungefährliche Krebsart? Das Gerät komme bei Krebserkrankungen wie beispielsweise der Brust oder Prostata, aber auch in der Gefäß- und der Herzchirurgie zum Einsatz, machte der Chefarzt deutlich. Damit könnten auch besonders aufwendige Untersuchungen durchgeführt werden, die sonst nur an Universitätskliniken möglich sind. Gleichzeitig wachse der Bedarf an ambulanten Untersuchungen, die bisher am Klinikum durch die Praxis Dr. Bernhard Müssig angeboten werden. Mit der Inbetriebnahme des zweiten MRT-Scanners im Ärztehaus werde das Angebot zur ambulanten Patientenversorgung in die Stadt verlagert. Allen niedergelassenen Ärzten stehe für ihre Patienten die moderne MRT-Praxis des Diaks im Ärztehaus zur Verfügung. Dr. Müssig und sein Praxisteam versprechen sich davon nicht nur eine verbesserte Versorgung ihrer Patienten, sondern auch eine Verkürzung der Wartezeiten. "Eine gelingende Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachärzten, auch über das Ärztehaus hinaus, ist für uns wesentlich", teilt das Ärzteteam des neuen Ärztehauses mit.

Damit werden durch das Diak zwei MRT-Geräte in Hall vorgehalten. "Durch diese Investition ermöglichen wir eine wohnort- und zeitnahe Untersuchung der Patienten. Die oft sorgenvolle Zeit bis zur Diagnose wird nennenswert verkürzt", macht Diak-Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Lenke deutlich.