Großerlach B 14: Zweiter Anlauf für Linksabbiegespur

Nach links in Richtung Liemersbach
Nach links in Richtung Liemersbach © Foto: GRAFIK EVI BARTHELMESS; QUELLE: GEMEINDE GROSSERLACH; KARTE: STEPMAP.DE
Großerlach / swp 06.07.2018
Der Großerlacher Gemeinderat gibt grünes Licht für die Vorfinanzierung der Planentwürfe.

Ursprünglich war geplant, die B 14-Brücke in der Rottalsenke im Frühjahr zu erneuern. Das hätte bedeutet, dass die B 14 für mehrere Wochen gesperrt gewesen wäre. Deshalb hatte die Gemeinde im Herbst beim Regierungspräsidium (RP) angeregt, die Gelegenheit zu nutzen, um eine Linksabbiegespur auf der Bundesstraße an der Einmündung der Liemersbacher Straße einzurichten. Doch das Regierungspräsidium lehnte ab: Dafür sei die Planungszeit zu kurz. Weil die Brücke jetzt aber frühestens 2020 erneuert wird, hat die Verwaltung nun einen neuen Vorstoß in Sachen Linksabbiegespur gewagt. Rückendeckung bekam sie dabei vom Landratsamt. Das teilt die Gemeinde mit.

Das RP hat jetzt grundsätzlich „gute Chancen“ eingeräumt, dass der Bund die Linksabbiegespur finanzieren könnte. Voraussetzung sei ein regelkonformer Anschluss. Dieser wiederum erfordert eine entsprechende Vorausplanung. Die könne das Regierungspräsidium nach eigener Aussage aber so kurzfristig nicht übernehmen, schreibt die Gemeinde.

Gemeinde muss vorstrecken

Als Alternative bliebe der Verwaltung, dass sie die ersten ingenieurtechnischen Vorplanungen und Untersuchungen zunächst selbst finanziert. Die Ausgaben würden nach dem Bau der Abbiegespur im Rahmen der pauschalen Verwaltungskostenerstattung an die Kommune zurückfließen. Allerdings: Die pauschale Verwaltungskostenerstattung decke die Ingenieurskosten erfahrungsgemäß höchstens zur Hälfte. Die Vorausplanung sei aber Bedingung für weitere Gespräche mit dem Regierungspräsidium, erklärt die Gemeinde das Dilemma.

Die Verwaltung hat mittlerweile beim Ingenieurbüro Riker + Rebmann einen entsprechenden Kostenvoranschlag eingeholt, der sich auf rund 8200 Euro beläuft. Er umfasst die Erstellung eines Planentwurfs nebst Kostenschätzung inklusive einer topografischen Aufnahme und der Erstellung eines digitalen Geländemodells. Auch die Mituntersuchung gegebenenfalls nötiger Anschlüsse an die angrenzenden öffentlichen Flächen ist enthalten. Das sorgte im Gemeinderat für frohe Mienen: Das Gremium begrüßte den Vorstoß der Verwaltung und erteilte einstimmig grünes Licht für die Beauftragung der Ingenieure.

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