Schwäbisch Hall Zwei Haller unter den Geretteten von Lakehurst

Binnen 33 Sekunden war die Hindenburg im Mai 1937 zerstört.
Binnen 33 Sekunden war die Hindenburg im Mai 1937 zerstört. © Foto: Privat
Schwäbisch Hall / BLO 20.08.2013
Die Explosion der Hindenburg am 6. Mai 1937 gilt als eine der größten Katastrophe der Luftfahrt-Geschichte. An Bord waren nicht nur Möbel aus Gaildorf, sondern auch Menschen aus Hall.

Die Hindenburg war einst mit Knoll-Möbeln aus Gaildorf ausgestattet. Unter dem Titel "Im Feuerball verglüht" wurde in der Samstagsausgabe des HT darüber berichtet. Das Luftschiff erlangte traurige Berühmtheit, weil es am 6. Mai 1937 in Lakehurst binnen 33 Sekunden in Flammen aufging. An Bord waren auch Menschen aus Hall, informiert der Journalist und Heimatforscher Michael Sylvester Koziol aus Tüngental.

Der Besatzung der Hindenburg gehörte Theo Ritter als Bordmechaniker an, er stammte aus Hall. Seit Januar 1937 stand er im Dienst der Zeppelin-Luftschiffreederei. Ritter war in der Haller-Tagblatt-Ausgabe vom 7. Mai 1937, in der von der Katastrophe berichtet wurde, zunächst nicht in der Liste der Geretteten genannt. In Hall wurde Schlimmstes befürchtet. Schließlich traf doch die amtliche Bestätigung von Ritters Rettung ein. Er hatte Verletzungen erlitten und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Als Passagier fuhr Oberstleutnant Claus Hinkelbein vom Fliegerhorst Hall auf der "Hindenburg" mit. Beim Inferno in Lakehurst blieb er unverletzt. Hinkelbein war Adjudant des Kommandeurs Spang der auf dem Haller Fliegerhorst stationierten Bombergruppe. "Der Kontakt des Horstes zu Zeppelin war in Friedenszeiten eng, weil die Besatzung des LZ ,Zeppelin in Hessental ihre militärische Grundausbildung absolvierte und die Luftschiffe immer wieder über Schwäbisch Hall auftauchten", weiß Koziol. Hinkelbein wurde ausgezeichnet, weil er in Lakehurst Passagieren das Leben rettete. Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte er es bei der Bundeswehr bis zum Brigadegeneral, und er war Kommandeur der Schule für Innere Führung.

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