Zur Person vom 18. April 2015

BUF 18.04.2015

Heidi Hanke

Mitorganisatorin Arzt-Patienten-Seminar der Selbsthilfegruppe Morbus Crohn Hohenlohe-Hall

Beruf: Industriekauffrau

Geburtstag: 22. April 1960

Geburtsort: Sulzdorf

Bildungsweg: Hauptschule, Wirtschaftsschule

Berufliche Laufbahn: 1977-1980 Ausbildung Industriekauffrau, 1981-1984 Sachbearbeiterin KFZ-Sachverständigenbüro, 1984-1988 Sachbearbeiterin Dekra, seit 1988 erkrankt an Morbus Crohn

Familienstand: verheiratet

Kinder: Dominik (23)

Hobbys: Nordic Walking, Lesen

Mitgliedschaften: Mitglied bei der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung

· Im Jahr 1988 erfährt Heidi Hanke, dass sie an Morbus Crohn erkrankt ist. Danach beginnt ihr Leidensweg. Acht Jahre später ist sie auf 38 Kilogramm abgemagert, kann ein ganzes Jahr lang das Haus nicht verlassen. Täglich muss sie bis zu 40 mal aufs Klo, dazu noch zehn mal in der Nacht. Sie ist so kraftlos, dass ihr Mann sie unter die Dusche tragen muss. Dann trifft sie eine Wahl, die ihr das Leben rettet: 1996 lässt sie sich den Dickdarm entfernen und ein Stoma einsetzen, einen künstlichen Darmausgang. "Man quält sich viel zu lange", sagt sie.

Heute geht es Heidi Hanke besser, wenngleich die jahrelange Einnahme von starken Medikamenten Spätfolgen haben: Zähne und Haut haben gelitten, Nebenerkrankungen wie Arthrose und Rheuma treten auf. Aber Heidi Hanke hat die chronisch entzündliche Darmerkrankungen angenommen. Darüber zu sprechen, hat ihr sehr geholfen. Heute hilft sie anderen. Seit 1996 leitet Heidi Hanke zusammen mit Thomas Leyhe die Selbsthilfegruppe Hohenlohe Morbus Crohn/Colitis ulcerosa (www.crohn-colitis-schwaebisch-hall.de). Zudem engagiert sie sich im Landesverband der deutschen Selbsthilfevereinigung für Betroffene. Das Arzt-Patienten-Seminar, das an diesem Samstag im Adolf-Würth-Saal stattfinden, hat sie mitorganisiert. Dort wird sie ihre Geschichte erzählen. Um anderen Mut zu machen.