Schwäbisch Hall Ziel: dreimal so viele Räder in Hall

Fahrräder vor dem Goethe-Institut. Nach dem Willen von Verwaltung und Stadträten sollen dort bald mehr Drahtesel parken.
Fahrräder vor dem Goethe-Institut. Nach dem Willen von Verwaltung und Stadträten sollen dort bald mehr Drahtesel parken. © Foto: Fahrräder vor dem Goethe-Institut. tob
01.06.2016
Schwäbisch Hall strebt das Siegel „Fahrradfreundliche Kommune“ an. Ziel sei es, den Anteil von Fahrrädern im Verkehr zu verdreifachen.

  Trotz der steilen Hänge will Hall den Anteil von Fahrrädern am Verkehrsaufkommen bis 2022 verdreifachen. Der Gemeinderat hat dem Beitritt  zur Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) vor einem halben Jahr beschlossen. Nun wurde die Entscheidung vollzogen. Mitgliedsbeitrag: 2000 Euro im Jahr.

„Dem Fahrrad gehört die Zukunft“, sagt Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. „Es stößt keine Emissionen aus und fördert die Gesundheit. Spätestens seit dem Siegeszug der E-Bikes ist Radfahren auch eine echte Alternative für topographisch schwierige Gebiete wie Schwäbisch Hall“, wird er in einer Pressemitteilung der Aktionsgemeinschaft zitiert.

Nachdem 2012 ein Radverkehrskonzept entwickelt wurde, das für die folgenden 10 Jahre eine Verdreifachung des Radverkehrsanteils auf 10 Prozent vorsieht, folgt nun der Beitritt in die AGFK-BW. Einer der wichtigsten Handlungsschwerpunkte der Stadt sei, mehr Einwohner für das Radfahren zu begeistern und Verbesserungen im Bereich Radinfrastruktur zu kommunizieren – dabei bekomme die Stadt Unterstützung von 55 AGFK-Kommunen, die bereits umfassende Öffentlichkeitsarbeit machen.

Durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW sei Schwäbisch Hall seinem Ziel, „Fahrradfreundliche Kommune“ zu werden, einen ersten Schritt näher gekommen. Für die Landesauszeichnung müssen Kriterien erfüllt werden: eine fahrradfreundliche Infrastruktur, politisches Engagement für die Radverkehrsförderung, die Verknüpfung von Fahrrad und Nahverkehr fördern und Serviceleistungen sowie Fahrradtourismus stärken.

Die AGFK-BW stehe Kommunen auf diesem Weg zum Zertifikat zur Seite. Dazu gehören Beratung und Hilfestellung sowie der Erfahrungs- und Informationsaustausch durch Fachseminare und Ähnliches.

Mehr zum Thema Radwegekonzept demnächst im Haller Tagblatt.