Apropos Zahlen mit Sprengstoff

 Stellvertretender Chefredakteur  Schwäbisch Hall
Stellvertretender Chefredakteur Schwäbisch Hall © Foto: ht
Schwäbisch Hall / Jürgen Stegmaier 01.09.2018

Die Digitalisierung sei eine Gefahr für die einfachen Jobs, vermutet Verdi-Bezirkschefin Marianne Kugler-Wendt. Diese Einschätzung dürfte nicht mehr aktuell sei. Auch gut ausgebildete Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen sowie der Buchhaltung sollten sich keineswegs auf der sicheren Seite fühlen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung geht davon aus, dass 70 Prozent der unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufe der Digitalisierung zum Opfer fallen könnten. Über diese Prognose wird nicht viel gesprochen. Sie birgt zu viel Sprengkraft.

Waren Martin Schomaker und Bernd Marx Schönwettermanager, die den Laden bei der R. Stahl AG nur dann am Laufen halten konnten, weil die Bedingungen ohnehin gut waren? Der Vorwurf steht im Raum. Jedenfalls ließen die Aktionärsvertreter am Donnerstag bei der Hauptversammlung kaum ein gutes Haar an den beiden Topmanagern. Wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist, wurde zumindest Schomaker mit einem goldenen Handschlag verabschiedet.  Zu seiner Festvergütung von 350 000 Euro bekam der ehemalige Vorstandschef 170 000 Euro an Leistungszulage und 43 400 Euro an Sachbezügen. Und bei seinem Abschied gab es nochmals 350 000 obendrauf. Für diesen dicken Abschiedskuss hatten Aktionärsvertreter kein Verständnis.

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