Wüstenrot Zahl der Straftaten nimmt leicht zu

Wüstenrot / GUSTAV DÖTTLING 26.11.2014
Wüstenrot zählte 2013 zu den sichersten Kommunen im Landkreis Heilbronn, berichtete die Leiterin des Polizeireviers Weinsberg im Gemeinderat. Die Zahl der Taten stieg im Vergleich zu 2012 aber leicht.

"Die Gemeinde Wüstenrot gehört in der Kriminalstatistik für den Landkreis Heilbronn und im Bereich des Polizeireviers Weinsberg zu den sichersten Gemeinden". Dieses positive Fazit zieht die Leiterin des Polizeireviers Weinsberg, Polizeioberrätin Eva Weispfenning. Gemeinsam mit Dietmar Sonnberger stellte sie die Kriminalitäts- und Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2013 im Wüstenroter Gemeinderat auszugsweise vor.

Die Zahl der Straftaten sei im Vergleich zum Jahr 2012 von 90 Fällen auf 105 Fälle leicht angestiegen. Mit einer Häufigkeitszahl von hochgerechnet 1610 Straftaten pro 100.000 Einwohner liege die Schwäbische-Wald-Gemeinde weit unter dem Landkreisdurchschnitt von 3779 Delikten. Abgenommen haben die Diebstahlsdelikte von 35 auf 10 Fälle. Zunahmen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet die Statistik bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz von einem auf vier Verstöße, bei der Computerkriminalität von sechs auf zehn Fälle und bei den Körperverletzungen mit zehn Fällen (2012 fünf Fälle). "Im Dreijahresvergleich haben sich die Sachbeschädigungen erfreulicherweise von 23 Fälle auf 12 Fälle fast halbiert", stellte Eva Weispfenning fest. "Die Aufklärungsquote liegt bei 60 Prozent und ist überdurchschnittlich", lobte die Polizeioberrätin die Arbeit im zuständigen Polizeiposten Obersulm.

"Glücklicherweise gab es keinen Todesfall"

Erfreulich sei auch die Tatverdächtigenstruktur: Nur acht Kinder und Jugendliche seien auffällig geworden. 56 Erwachsene, davon 81 Prozent Männer, wurden als Tatverdächtige ermittelt. Mit 46 Prozent der Straftaten ist der Zentralort Wüstenrot "Haupttatort". Zwölf Prozent entfallen auf die Wüstenrot angegliederten Wohnplätze, zehn Prozent auf den Ortsteil Neuhütten, der Rest auf die übrigen Teilorte.

"Auch bei den Verkehrsunfällen gehört Wüstenrot zu den unfallschwachen Kommunen im Bereich des Weinsberger Reviers", berichtete Eva Weispfenning. 34 Verkehrsunfälle nahm die Polizei im Jahr 2013 in der Gemeinde auf. "Glücklicherweise gab es keinen Todesfall", so die Polizistin. Vier Schwerverletzte und sechs Leichtverletzte weist die Statistik aus. Nach wie vor seien Vorfahrtsverletzungen und überhöhte Geschwindigkeit die Hauptunfallursachen. Regelmäßig mache das Polizeirevier mit dem Laser Geschwindigkeitskontrollen. "Wie wirken sich die Geschwindigkeitskontrollen bei Motorradfahrern aus?", fragte Gemeinderat Peter Wild. "Da haben wir wenig Chancen, Kontrollpunkte sprechen sich schnell herum", stellte Weispfenning fest. Außerdem sei das Lasern von Motorrädern schwierig.

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