Gesundheit Zahl der Komatrinker sinkt

Landkreis / swp 16.06.2018

Die Zahl der Personen, die wegen Alkoholmissbrauchs in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen, sinkt landesweit. So ist die Fallrate der Krankenhausbehandlungen von 2013 bis 2017 bei den Männern jährlich um 5,4 Prozent und bei den Frauen um 2,4 Prozent gefallen. Im Landkreis Hall stiegen die Zahlen im gleichen Zeitraum bei Frauen um 0,5 Prozent und sanken bei Männern um 4,5 Prozent, so die AOK.

Weit besser seien die Daten beim Komatrinken von Jugendlichen: Die Behandlungszahlen in Krankenhäusern sanken in den vergangenen fünf Jahren jährlich um 4,7 Prozent. Die gute Arbeit der Suchtprävention an Schulen wirke sich aus, ist die Krankenkasse überzeugt.

Im Landkreis Schwäbisch Hall mussten laut AOK im vergangenen Jahr 116 Frauen und 295 Männer – also insgesamt 411 Personen – wegen übermäßigen Alkoholgenusses stationär behandelt werden. 2016 waren es 475 Alkoholkranke, 2015 insgesamt 461 und 2014 noch 404. Die Zahlen seien repräsentativ, da die AOK mit einem Marktanteil von 43 Prozent die größte Krankenkasse des Landes sei.

Trotz der positiven Entwicklung müsse noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, sagt AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. Alkoholmissbrauch stelle nach wie vor eines der gravierendsten Gesundheitsprobleme unserer Gesellschaft dar.

Die Behandlungskosten durch Komatrinken beliefen sich laut AOK 2017 landesweit auf mehr als 5,8 Millionen Euro. „Wird ein Jugendlicher mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, wird sofort ein Suchtbeauftragter informiert. Dieser kontaktiert den Patienten und leitet Präventionsmaßnahmen ein“, verdeutlicht Michaela Lierheimer, Geschäftsführerin der AOK Heilbronn-Franken.

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