Die Vorarbeiten für den Bau des Weilertunnels gehen heute weiter. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat eine Firma damit beauftragt, im Bereich der Bahnstrecke Kabel provisorisch zu verlegen und den Durchlass am Vierwändeweg, der seit bereits seit dem vergangenen Jahr gesperrt ist, zu schließen und zu verfüllen. „Diese Vorabmaßnahmen sind notwendig, um im Jahr 2022 mit dem bergmännischen Tunnelbau beginnen zu können“, schreibt das Regierungspräsidium in einer Pressemitteilung.

Schwäbisch Hall

Weilertunnel-Bau ist schon sehr weit vorangeschritten

Nachdem bereits in den vergangenen drei Jahren größere Bauvorhaben wie der Fledermaustrog, die Verdolung des Heimbachs oder die Hangsicherung mittels einer Betonspritzwand hinter dem ehemaligen Club Alpha im Bereich der Stuttgarter Straße – das wird das Südportal des Weilertunnels – umgesetzt wurden, geht es an der Gottwollshäuser Steige weiter. Dort entsteht das Nordportal des knapp 400 Meter langen Tunnels.

Dort müssen zur sicheren Unterquerung der Bahnstrecke zwei Hilfsbrücken mit einer Gesamtlänge von jeweils über 31 Metern eingebaut werden. Diese Arbeiten, einschließlich der notwendigen Gründung auf Bohrpfählen, werden voraussichtlich in den Sommerferien dieses Jahres erfolgen.
Der Bund investiert rund 2,6 Millionen Euro in diesen weiteren Teil der Vorabmaßnahmen für den Weilertunnel und die damit verbundene Verlegung der Bundesstraße 19. Im Oktober war der Tunnel wegen steigender Kosten ins Gerede gekommen. Die bislang geschätzten Kosten von 40 Millionen Euro könnten sich verdoppeln. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Jutta Niemann aus Schwäbisch Hall ging gar von 100 Millionen Euro Kosten aus.