Zwei große Sanierungsprojekte prägen den Wüstenroter Kommunalhaushalt für das Jahr 2019 mit einem Gesamtvolumen von 5,4 Millionen Euro. Insgesamt 3,4 Millionen Euro verschlingt die Komplettsanierung der Burgfriedenhalle in Neuhütten. Die größte Einzelinvestition ist im Vermögensplan mit einer ersten Rate von 2,3 Millionen Euro berücksichtigt. Die Sanierung von Kanal, Wasserleitungen, Gehweg und Straßenbelag der Straße „Auf dem Berg“ im Ortsteil Finsterrot schlägt mit 2,5 Millionen zu Buche.

Für die Sanierung der Burgfriedenhalle rechnet Bürgermeister Timo Wolf mit einem Zuschuss in Höhe von 40 Prozent. Die Sanierung von Flachdach, Fensterfront, Heizung, Lüftung, Sanitäranlagen, Elektroinstallation  und einer Wärmedämmung der Fassade bezuschusse das Land aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, Sportstätten-Programm und dem Ausgleichsstock.

Breitbbandausbau ist Schwerpunkt

Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liegt auf dem Breitbandausbau. So werde man bei der Straßensanierung in Finsterrot und in der Lerchenstraße Leerrohre verlegen. „Hier fahren wir mit Telekom und Unity Media mehrgleisig“, so der Bürgermeister. Ziel der Gemeinde seien im Endausbau Glasfaserhausanschlüsse. Beim Breitbandausbau strebt die Gemeinde mit Mitteln aus dem neuen Bundesförderprogramm die Erhöhung der Förderquote von 70 Prozent auf 90 Prozent an. „So könnten wir schnell die  restlichen Ortsteile Finsterrot wie Maienfels, Oberheimbach, Spatzenhof und Altlautern mit schnellem Internet versorgen“, so Wolf. Ein Förderantrag für ein neues Rechengebäude der Kläranlage mit Kosten von 830.000 Euro sei gestellt. Den Investitionsstau bei der Unterhaltung von Gebäuden und Straßen habe die Kommune in den letzten Jahren stetig abgebaut. Eine Steigerung von 2,6 Prozent (120.000 Euro) plant Kämmerer Bruno Bissinger im Verwaltungshaushalt bei den Personalkosten. Diese machen mit 4,6 Millionen Euro ein Viertel der Ausgaben des Verwaltungshaushalts aus. „Diese Erhöhung ist den Tarifsteigerungen geschuldet, neue Stellen haben wir nicht geplant“, erklärte der Kämmerer.

Haller Stadtwerke sind am Zug

Im Januar 2019 geht die Kinderkrippe Maienfels in Betrieb. Die notwendigen 2,3 Stellen beim Betreuungspersonal sind bereits berücksichtigt. Keine Investitionen plant die Kommune im nächsten Jahr in ihrer Nahwärmeversorgung. Der erste Teilabschnitt in der Ortsmitte Wüstenrot mit 18 angeschlossenen Häusern ist abgeschlossen. „Nun sind die Stadtwerke Schwäbisch Hall am Zug, die im nächsten Jahr die Heizzentrale bauen wollen“, erläutert Bürgermeister Timo Wolf. Die Kommune rechnet mit Einnahmen von rund 1,2 Millionen Euro aus dem Verkauf von Bauplätzen. Die Gemeinde hat noch zwei Plätze in der Rosenstraße und vier in der Frankenstraße im Angebot. Im Jahr 2019 wird das Baugebiet Waldesruh in Neuhütten mit acht Plätzen erschlossen. „Die Eigenkontrollverordnung wird uns im Bereich der Kanalsanierungen noch immense Kosten verursachen“, blickt der Schultes über das nächste Haushaltsjahr hinaus. Im nächsten Jahr wird im Rathaus ein digitales Ratsinformationssystem in Betrieb gehen. Die Digitalisierung in Verwaltung und Schule werde die Kommune künftig vor große finanzielle Herausforderungen stellen, so der Bürgermeister vor den Ratsmitgliedern.

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