Großhandel Würth Elektronik erweitert

Die nächste Großinvestition des Handelskonzerns: Etwas versteckt zwischen dem Audi-Parkplatz des Autologistikers ARS Altmann und dem Logistikzentrum von Lidl wird der Eisos-Komplex derzeit erweitert.
Die nächste Großinvestition des Handelskonzerns: Etwas versteckt zwischen dem Audi-Parkplatz des Autologistikers ARS Altmann und dem Logistikzentrum von Lidl wird der Eisos-Komplex derzeit erweitert. © Foto: Würth Elektronik
Waldenburg / Von Manfred Stockburger 07.07.2018

Das Wachstumstempo ist atemberaubend: Vergangenes Jahr setzte Eisos in Waldenburg rund 653 Millionen Euro um – das waren fast 100 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Da ist es kein Wunder, dass der Hersteller und Vertreiber von passiven Bauelementen längst zu einer eigenen Unternehmensgruppe geworden ist – innerhalb der Würth-Elektronik-Gruppe, die wiederum zur Würth-Gruppe gehört. Weltweit beschäftigt die Eisos-Gruppe mittlerweile 6700 Mitarbeiter.

Die nächste Großinvestition

Das rasante Wachstum zieht nun auch die nächste Großinvestition nach sich: Für 25 Millionen Euro erweitert das Unternehmen derzeit seine Logistik am Zentralstandort in Waldenburg. Erst vor zwei Jahren hatte das Unternehmen dort für ebenfalls rund 25 Millionen Euro ein Logistikzentrum gebaut. Von dort aus werden die Entwicklungsabteilungen der Kunden in aller Welt mit Mustern versorgt.

„Sie sollen innerhalb von 24 bis 48 Stunden ihre Bauteilmuster und Design Kits bekommen“, sagt Geschäftsführer Oliver Konz. „Das ist der Anspruch unseres automatisierten, smarten Logistikzentrums. Mit der jetzt begonnenen Erweiterung gewinnen wir wieder Platz zum Wachsen.“ 4000 Quadratmeter Logistiknutzfläche bietet der Neubau im Gewerbepark Hohenlohe, das Shuttlelager für Kleinteile ist 1300 Quadratmeter groß.

Konz’ Geschäftsführerkollege Thomas Schrott verweist darauf, dass das Unternehmen weltweit expandiere. Unter anderem sei in Lyon eine Erweiterung geplant – in der französischen Großstadt haben die Hohenloher ihre weltweiten Steckverbinderaktivitäten gebündelt. „Aber uns ist es wichtig, dass unsere Erfolge und unser Wachstum unserer Heimatregion zugutekommen“, sagt Schrott. „Wir bekennen uns zum Standort Waldenburg.“ Neben dem Ausbau der Logistik engagiert sich das Unternehmen auch beim Ausbau der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau.

Breites Produktspektrum

Zur Würth-Elektronik-Eisos-­Gruppe gehören damit neben dem Waldenburger Stammhaus, das auf Standardbauelemente spezialisiert ist, auch Würth Elektronik IBE, die Automobilhersteller mit passiven Bauelementen beliefert, sowie Midcom, ein Spezialist für induktive Bauelemente, und der Steckverbinderhersteller Stelvio Kontek. Als Klammer bezeichnet Oliver Konz die konsequente Serviceorientierung, mit der sich das Unternehmen auf dem Weltmarkt behaupten möchte.

Wie viele neue Arbeitsplätze durch die Erweiterung in Waldenburg entstehen, teilt das Unternehmen nicht mit. Der Geschäftsführer verspricht Ingenieuren, Kommissionierern und Produktmanagern gleichermaßen „persönliche Entwicklungsperspektiven in einer Zukunftsbranche“.

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Millionen Euro spendet der Unternehmer Reinhold Würth über seine eigene Würth-Stiftung für den weiteren Ausbau des Hochschulcampus in Künzelsau.

Hohenloher Elektronikspezialist

Die Würth-Elektronik-Eisos-Gruppe mit Hauptsitz in Waldenburg produziert und vertreibt sogenannte passive Bauelemente, die in der Elektronikindustrie zum Einsatz kommen. Das sind unter anderem Kondensatoren, Stecker, Schalter, LEDs, aber auch Spulen und sogenannte EMV-Komponenten, die Bauteile von elektromagnetischen Strahlen abschirmen. Die Eisos-Gruppe verfügt über Produktionsstandorte in Europa, Asien und Nordamerika.

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