Einheit Wolfgang von Stetten blickt auf 25 Jahre Deutsche Einheit zurück

Ein Prosit auf die Wiedervereinigung auf Schloss Stetten (von links): Wolfgang von Stetten, Praktikant Johannes Fischer, Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Christian von Stetten.
Ein Prosit auf die Wiedervereinigung auf Schloss Stetten (von links): Wolfgang von Stetten, Praktikant Johannes Fischer, Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann und Christian von Stetten. © Foto: Barbara Griesinger
Künzelsau / BARBARA GRIESINGER 05.10.2015
Ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung zieht Wolfgang von Stetten am Tag der Deutschen Einheit wieder einmal Bilanz.

Dass der 3. Oktober 1990, an dem die DDR der Bundesrepublik beitrat, als Vollendung der deutschen Wiedervereinigung in die Geschichte eingehen würde, das war nicht nur dem damaligen Hohenloher Bundestagsabgeordneten Wolfgang von Stetten wohl bewusst. Aber er war der Erste und Einzige, der am 3. Oktober 1991 in die Brunnenhalle auf Schloss Stetten zur Feier des deutschen Nationalfeiertags bat. Daraus ist eine Tradition geworden, die ebenso wie die Wiedervereinigung nun ein Vierteljahrhundert alt ist. Grund genug, dass von Stetten selbst die Festrede hält.

"Ohne einen Schuss, ohne einen einzigen Toten"

Dankbar und fröhlich will er den Tag der Deutschen Einheit begangen wissen. Denn dass die Wiedervereinigung "ohne einen Schuss, ohne einen einzigen Toten" möglich geworden sei, als friedliche Revolution und "großartiger Sieg der Vernunft", das habe es noch nie zuvor gegeben. Und 25 Jahre danach sei daraus auch eine Erfolgsgeschichte geworden. Freilich eine, die es nicht umsonst gegeben habe. Nicht vergessen hat von Stetten, dass sich nach der Wiedervereinigung der sozialistische Vorzeigestaat als wirtschaftlich bankrott erwiesen habe. Die blühenden Landschaften aufzubauen, die Kanzler Helmut Kohl versprochen hatte, sei schwer gewesen. 2000 Milliarden Euro seien mittlerweile in den Aufbau Ost geflossen. Nicht vergessen hat von Stetten auch, dass sich viele Besserwessis bei der Abwicklung der DDR bereichert haben, viele Deutsche aus dem Osten in eine existenzielle Krise rutschten und sich mancher in Ost und West die Mauer wieder gewünscht hätte.

Auch wenn nicht alles perfekt gelaufen sei, habe das Land die Vereinigung geschafft und stehe heute gut da, wenn auch vor neuen Herausforderungen, allem voran die Aufnahme der Flüchtlingsströme. Zwar dürfe man die Ängste vieler Bürger nicht verschweigen. "Aber wer sagt: Das schaffen wir nicht, der hat die Nachkriegszeit nicht erlebt", so von Stetten.

Sein Sohn und Nachfolger im Bundestag, Christian von Stetten, warnte seine Politikerkollegen in ganz Europa mit Blick auf Schuldenkrise und Flüchtlingsproblem, das Vertrauen der Bürger in Europa zu verspielen. Er forderte dringend die Einhaltung der Verträge. Eine ständige Verlängerung der Schuldenrückzahlung sei genauso problematisch wie das Aushebeln der Dublin-Verträge.

 

 

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