Mainhardt Wohnpark Stern in den Startlöchern

Die Macher der neuen Kommunalbau Mainhardt GmbH präsentieren den Standort des Premierenprojekts Wohnpark Stern, von links: Geschäftsführer Friedmar Wagenländer, Architekt Manfred Schoch und Bürgermeister Damian Komor.
Die Macher der neuen Kommunalbau Mainhardt GmbH präsentieren den Standort des Premierenprojekts Wohnpark Stern, von links: Geschäftsführer Friedmar Wagenländer, Architekt Manfred Schoch und Bürgermeister Damian Komor. © Foto: s
Mainhardt / Gustav Döttling 05.09.2018
Die Gemeinde steigt in den kommunalen Wohnungsbau ein. Der Bau des ersten Projekts  startet im Oktober. Ziel der Kommunalbau Mainhardt GmbH ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Am 1. Mai 2018 gründete die Kommune ihre eigene Bauträgergesellschaft Kommunalbau Mainhardt GmbH mit Bürgermeister Damian Komor als Aufsichtsratsvorsitzenden, sechs Gemeinderäten als Aufsichtsräte und Gemeindekämmerer Friedmar Wagenländer als Geschäftsführer und einzigen Angestellten der GmbH. „Wir haben uns erstmals 2015 im Gemeinderat mit der Frage beschäftigt, was machen wir mit den Grundstücken, die wir für die Gemeinde im Hauptort gekauft haben“, berichtet der Mainhardter Schultes, wie die Idee einer eigenen kommunalen Baugesellschaft entstanden ist. In Gesprächen mit Bürgern habe sich herausgestellt, dass in Mainhardt nicht nur Bauplätze für Einfamilienhäuser gefragt seien, sondern auch bezahlbare Mietwohnungen gesucht werden.

„Es gab Fälle, da erzählte ein junges Paar, es möchte gerne zusammenziehen oder ältere Leute berichteten, sie könnten ihr Haus nicht mehr bewirtschaften und wollen eine Wohnung mieten“, erzählt Damian Komor. Die letzten Wohnungen seien in Mainhardt vor 25 bis 30 Jahren gebaut worden. „Nun haben wir wieder neuen Mietwohnungsbedarf in der Gemeinde“, sagt Komor. Da­raufhin habe die Verwaltung 2016 mit regionalen Bauträgerfirmen Kontakt aufgenommen.

Bezahlbarer Wohnraum gesucht

„Das Interesse an Projekten in der Mainhardter Ortsmitte war eher gering, die Firmen wollten alle lieber Projekte in der Stadt oder auf der grünen Wiese realisieren“, berichtet der Bürgermeister. Da habe der Gemeinderat gesagt: „Wir haben gute Erfahrungen mit der EMW gemacht, warum gründen wir nicht selbst eine Baugesellschaft?“ Gesagt, getan. „Wir sind losgezogen und haben uns verschiedene Trägerschaftsmodelle vom Eigenbetrieb über eine Genossenschaft mit Bürgerbeteiligung bis zur GmbH angesehen und uns beraten lassen“, erzählt Damian Komor.

Letztlich gab das Vorbild der Gemeinde Oberderdingen im Landkreis Karlsruhe den Ausschlag. Seit zehn Jahren betreibt diese Kommune erfolgreich in der Rechtsform einer GmbH eine Bauträgergesellschaft für kommunale Projekte. „Das hat den Gemeinderat und mich überzeugt, mit einer GmbH können wir ohne große bürokratische Hürden sehr flexibel und schnell am Markt agieren“, so der Schultes. Dazu kam, dass sich auch im Büro des Mainhardter Architekten Manfred Schoch die Anfragen nach bezahlbaren Mietwohnungen häuften. „So sind wir mit Manfred Schoch ins Gespräch gekommen“, erläutert Komor.

Zwei Mehrfamilienhäuser

Schoch habe seine Ideen für die Bebauung des ehemaligen Stern-­Areals, das die Gemeinde im März 2016 erworben hat, dem Gemeinderat vorgestellt und das Gremium überzeugt. Nun steht das Projekt Wohnpark Stern in den Startlöchern.

Auf dem Gelände der im März 2018 abgebrochenen Stern-Scheune sollen als erstes Premierenprojekt der Kommunalbau Mainhardt GmbH zwei Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohneinheiten entstehen. „Geplant sind zwei dreistöckige Baukörper mit Drei- und Vierzimmermietwohnungen mit Größen von 75 bis 88 Quadratmeter und eine Tiefgarage mit 18 Stellplätzen“, erläutert der Architekt. Auf dem 1479 Quadratmeter großen Gelände werde zwischen den Gebäuden ein Kinderspielplatz und an der Südseite ein kleiner Grünflächenpark entstehen. Auf rund 2,5 Millionen Euro beziffert Schoch die Projektkosten. Baubeginn wird im Oktober 2018 sein, wie große Bauschilder verkünden. „In einem Jahr wollen wir die Wohnungen bezugsfertig vermieten“, nennt Manfred Schoch die Bauzeit. „Unser nächstes Projekt ist bereits in Planung“, berichtet Geschäftsführer Friedmar Wagenländer: Beim Schönblick sollen 24 neue Eigentumswohnungen entstehen.      

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