Public Viewing Aus für Public Viewing im Optima Sportpark

Traurige Gesichter im Optima-Sportpark.
Traurige Gesichter im Optima-Sportpark. © Foto: Ufuk Arslan
Schwäbisch Hall / Thumilan Selvakumarna 07.07.2018
Die mobile Leinwand wird bei den weiteren WM-Spielen im Unterwöhrd-Biergarten stehen.

Fans liegen sich in den Armen, kreischen vor Freude, während auf der Leinwand die Wiederholung des Torschusses von Toni Kroos eingeblendet wird. Die Party zum zweiten WM-Vorrundenspiel beim Public Viewing im Optima-Sportpark hallt nicht lange nach. Denn mit dem Ausscheiden der Deutschen nach dem dritten Spiel wurde die Veranstaltung an der Auwiese im laufenden Turnier abgebrochen, wie Alexander Koppenhöfer, Geschäftsführer der Sportpark GmbH gestern auf Nachfrage mitteilte.

„Wir haben zusammengesessen, geprüft, überlegt, uns auch die Zahlen von der Europameisterschaft 2016 angeschaut“, so Koppenhöfer. Es sei klar, dass das Public Viewing ohne die Nationalelf im Turnier nicht rentabel ist. Es gehe schließlich nicht nur darum, das Spiel auf der großen mobilen Leinwand zu übertragen, sondern auch Speisen und Getränke bereitzuhalten. „Und das ist kaum kalkulierbar.“

So ist auf der Auwiese nach drei Spielen Schluss, obwohl die Leinwand für einen ganzen Monat gemietet wurde, die Stadt hierfür auch einen Zuschuss von 10 000 Euro gewährt hat. „Der Worst Case ist eingetreten“, sagt Koppenhöfer. „Das Risiko mussten wir gehen. Wir haben uns aber bereits im Vorfeld Gedanken über die Gefahr gemacht und eine Alternative gehabt.“

Biergartenbetreiber Paul Bonin übernehme die Leinwand gegen Gebühr und zeige die meisten Endrundenspiele auf dem Unterwöhrd. „Wir kommen so null auf null sauber aus der Geschichte raus“, so der Stadionchef. Andere Public-Viewing-Anbieter seien durch das frühe Turnier-Aus dagegen in die Miesen gerutscht. Das wäre ohne städtischen Zuschuss auch dem Sportpark passiert. „Wir wären ohne Zuschuss aber erst gar nicht angetreten.“

Public Viewing bei Welt- und Europameisterschaften sei aber noch lange nicht überholt. Ziel sei, bei den nächsten Turnieren wieder zu starten. „Die Vorrunde war ja super. Wir haben jeweils zwischen 500 und 700 Besucher dagehabt.“

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