Wissenswertes zum Haller Hafenmarkt

MAY/EVL 06.10.2015

Bei der Lesung von Stephan Wackwitz gibt Sparkassen-Vorstand Michael Beck schmunzelnd in der Begrüßungsrede zu, dass man diese intern ganz profan mit "Gebäude Beraterhaus" tituliere. Er habe überrascht die Umbenennung zur Kenntnis genommen. Damit erntet er einige Lacher aus dem Publikum. Viele der Zuhörer empfinden die Bezeichnung "Kunstfoyer" durchaus als zutreffend: Sie kennen die Eingangshalle zum Haller Beraterhaus nicht nur von Lesungen, sondern auch von Vernissagen zu Kunstausstellungen, die regelmäßig dort stattfinden.

Vergeben, aber nicht vergessen: Autor Stephan Wackwitz sollte bereits im Jahr 2006 in Schwäbisch Hall lesen, sagte damals aber kurzfristig ab. "Das ist vergeben und verjährt", meint Ute Christine Berger, Kulturbeauftragte der Stadt Hall. "Vergeben vielleicht schon", kontert Wackwitz, "vergessen aber offenkundig noch nicht".

Debussy spricht aus dem Paradies zu seinen Zuhörern: Im Programmheft zu den Konzerten des Haller Sinfonieorchesters in Hall und Gaildorf ist zu lesen, der Komponist, der von 1862 bis 1918 lebte, habe zur Uraufführung seines "Prélude à l'après-midi d'un faune" (Prélude zum Nachmittag eines Fauns) im Jahr 1984 Erläuterungen gegeben. Das wäre doch etwas erstaunlich gewesen. Tatsächlich war die Uraufführung der kurzen, schönen, klangfarbenreichen sinfonischen Dichtung frei nach Stéphane Mallarmés Gedicht "L'Après-midi d'un faune" am 22. Dezember 1894 in Paris.