Windrad überragt Waldenburger Sendemast um 50 Meter

TOB 31.01.2013

Richtungswechsel Anders als ihre Vorgänger, hat die Grün-Rote Landesregierung beschlossen, den Bau neuer Windkraftanlagen zu erleichtern. Entweder die Kommunen schaffen Konzentrationsflächen. Dann dürfen nur dort Windräder stehen - das wird in und um Hall gerade mit Änderungen der Flächennutzungspläne verfolgt. Oder aber es wird auf Kozentrationsflächen verzichtet. Dann könnten Windräder überall beantragt werden. In beiden Fällen bedarf es zusätzlich eines Genehmigungsverfahrens nach der Bundes-Immissionsschutzverordnung. Akzeptiert ein Eigentümer keine Windräder auf seinem Grund, kann laut Stadtwerke-Geschäftsführer Gebhard Gentner, keines gebaut werden. Die Stadtwerke haben sich bereits Flächen gesichert.

Potenzial Die Stadtwerke Schwäbisch Hall hoffen bisher, an einigen Stellen rund um Hall Windkrafträder ökonomisch betreiben zu können. Die Gemarkung Gailenkirchen gehört nicht zu diesen Orten. An der Grenze Waldenburg/Gailenkirchen könnten 5 Windräder stehen. Rund um Waldenburg 6. Michelfeld/Mainhardt: 6. Sittenhardt/Oberrot: 6. Michelbach/Gaildorf/Obersontheim: 9. Gentner: "Wie es jetzt aussieht, wird aber nicht mal die Hälfte der Anlagen errichtet."

Schutz Obwohl die geplanten Windräder nicht auf Gailenkirchens Gemarkung stehen werden, ist der Ort tangiert. Die Windräder werden mit 200 Meter Höhe an der obersten Spitze der Flügel den Sendemasten Waldenburg um 50 Meter überragen. Tiere und Bürger müssen aber geschützt werden. Vorzulegen sind: Schallgutachten, Abstandsflächenbewertung, Schattenwurfgutachten, artenschutzrechtliche Prüfung und Bauantrag. Die Windräder stehen 700 Meter von Gailenkirchen entfernt, ein Haus darf höchstens 30 Stunden im Jahr beschattet werden. Ist das Windrad zu laut, muss es noch weiter weg gebaut werden.