Verkehr Westumgehung: Stadträtin will Geschwindigkeit früher reduziert haben

Monika Jörg-Unfried fordert, dieses Schild auf der Westumfahrung weiter weg von der Abzweigung (die hinter dem roten Laster ist) zu setzen.
Monika Jörg-Unfried fordert, dieses Schild auf der Westumfahrung weiter weg von der Abzweigung (die hinter dem roten Laster ist) zu setzen. © Foto: wd
Schwäbisch Hall / WD 04.05.2015
An der Abzweigung von der Westumgehung Richtung Teurershof und Breiteich gibt es oft gefährliche Situationen, sagt Monika Jörg-Unfried. Die SPD-Stadträtin fordert die Versetzung zweier Verkehrsschilder.

Viel Zeit bleibt nicht. Die Fahrer, die aus den Gebieten Teurershof und Breiteich oder vom nahen Wertstoffhof kommen und an der Abzweigung auf die Westumgehung stehen, müssen die Lücken schnell nutzen, die sich ihnen bieten. Denn nur ein kurzes Zögern vor dem Anfahren oder ein zu langsames Einbiegen auf die Westumgehung kann zu gefährlichen Situationen führen. Denn von rechts kommen hinter einer etwa 100 Meter entfernten Kurve Autos hervor, die an diesem Freitagmorgen definitiv schneller als die an dieser Stelle erlaubten 70 Stundenkilometer fahren. Auch von links - das erkennt der Beobachter mit bloßem Auge - fahren Autos schneller als erlaubt heran.

Es ist der Freitagmorgen nach der Gemeinderatssitzung, in der Monika Jörg-Unfried die Umplatzierung von zwei Verkehrsschildern gefordert hat. Auf ihnen wird die Abzweigung nach Gottwollshausen und Breiteich (auf dem Schild aus Richtung Hall) sowie nach Breiteich und auf den Teurershof (auf dem Schild aus Richtung Autobahn) angezeigt. Jedes Schild ist mit einem Hinweis an die Autofahrer versehen, dass sie in dem Bereich hinter den Schildern nicht schneller als 70 Stundenkilometer fahren dürfen.

Unfried: Beide Schilder weiter nach vorne setzen

Jörg-Unfried forderte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, beide Schilder weiter nach vorne zu setzen - je mindestens 50 Meter, also vor Beginn der jeweiligen Kurven, sagt sie auf Nachfrage. Das würde die Geschwindigkeit früher reduzieren, "den Druck herausnehmen" und so die Situation an der Abzweigung entschärfen.

Von Breiteich-Bewohnern habe sie gehört, dass es an der Abzweigung schon öfter zu gefährlichen Situationen gekommen sei. Diese würden zunehmen, je mehr Menschen in dem Neubaugebiet wohnen. "Mit jedem Haus, das im Breiteich gebaut wird, verschärft sich die Situation", sagte die Stadträtin im Gemeinderat.

Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim sagte zu Jörg-Unfrieds Forderung, dass die Leute dort doch nur 70 Stundenkilometer fahren dürften. Die Lebenswirklichkeit sei eine andere, viele führen schneller als erlaubt, antwortete die Rätin. "Das gucken wir uns nochmal an", versprach Pelgrim.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ludger Graf von Westerholt nannte den Bereich einen Unfallschwerpunkt, ebenso das Ende der Ostumfahrung. Für letzteren Bereich sei der Landkreis zuständig, betonte Pelgrim. Aber betroffen und gefährdet seien Haller Bürger, entgegnete Jörg-Unfried.

Westerholt sprach außerdem die Sitzung des Verkehrsausschusses an, in dem nichtöffentlich Zahlen zum Thema Verkehr präsentiert worden seien und die die Öffentlichkeit interessieren würden. Dies, forderte Westerholt von der Stadtverwaltung, müsse öffentlich diskutiert werden.