Der Aushub des neuen Stuttgarter Bahnhofs ist des einen Leid und des anderen Freud, schreibt der SWR. "Die bekommen den Bahnhof, wir den Dreck", heiße es beispielsweise in Horb-Talheim. In Lauffen bei Rottweil hingegen sei der Aushub der Stuttgart 21-Baustelle willkommen, um eine Gipsgrube auffüllen zu können. Das landespolitische Magazin "Zur Sache Baden-Württemberg!" hat Gemeinden besucht, die den Schutt der Bahngroßbaustelle deponieren.

In Horb-Talheim wäre demnach in einem ehemaligen Steinbruch Platz für Erdaushub des S-21-Projekts. Aber die Bürger möchten nicht, dass die Lastwagen dort ihre Fracht auskippen. Dass in den nächsten fünf Jahren 200.000 Lastwagen mit Schutt durch den Ort fahren sollen, sei bei den Bürgern eine Horrorvorstellung. Sie wehren sich vehement gegen "Talheim 21", schreibt der SWR in einem Pressetext.

Die Gemeinde Michelbach habe sich vergeblich gewehrt - zwei Millionen Tonnen S-21-Abraum würden im ehemaligen Steinbruch Wilhelmsglück landen. In Lauffen bei Rottweil solle der S-21-Schutt eine Gipsgrube auffüllen. Das Geröll komme per Zug fast direkt vor die Gipsgrube.

Wer der Beitrag im SWR Fernsehen verpasst hat, kann ihn im Internet ansehen, Stichwort "Zur Sache".