Anja Mayer feiert eine ausgelassene Party. Sie steht am Samstagabend ganz vorne direkt an der Bühne in der Weinbrennerhalle. Umfallen kann sie nicht, so eng drängen sich die Besucher des Tura-Faschings gegen 23 Uhr dort. Es ist heiß und stickig. Anja singt aus voller Kehle mit der Band Barbed Wire: „Willst du mit mir Drogen nehmen“, dröhnt es in der Halle.

Nach dem Song denkt sie kurz nach und beteuert: „Natürlich nehme ich keine Drogen. Aber der Song ist cool.“ Froh ist die 16-Jährige, dass sie „endlich“ beim Tura-Fasching dabei sein kann. „Ich habe ältere Freundinnen und die haben immer davon geschwärmt“, erzählt sie – und fügt noch schnell hinzu: „Da haben sie nicht zu viel versprochen. Eine tolle Party.“

Bildergalerie Tura Untermünkheim zelebriert Fasching

Jetzt muss sie aber weiter. „So ein süßer Kerl hat mich auf ein Bier eingeladen. Da konnte ich doch nicht Nein sagen“, meint die 16-Jährige mit leuchtenden Augen und verschwindet im Gedränge der Menge. Wie sie machen gerade einige Besucher eine Tanz- und Singpause und begeben sich an die große Theke.

Viel zu tun für die Tura-Helfer

Die Tura-Helfer haben dort alle Hände voll zu tun, damit es ihren Gästen an nichts fehlt. Wer es etwas ruhiger mag und wen der Hunger plagt, ist im Raum gleich neben der Bühne richtig aufgehoben. Den Abstieg die Treppe hinunter von dort zu den Umkleidekabinen als Rundgang gibt es aber in diesem Jahr erstmals nicht mehr. „Wir konnten die Besucherzahlen nicht mehr halten und haben darauf reagiert“, erklärt Oliver Amann, der für den Fasching verantwortlich zeichnet. Die Fläche, auf der sich die Gäste verteilen, ist damit verkleinert worden. „Die Bars und die Halle sind auch deshalb voll. Die Gäste nehmen das an. Alle haben Spaß“, hat er bemerkt.

Schlatt Ringumzug wird zum stürmischen Höhepunkt

Im Foyer der Halle legt DJ Mambl auf – die Kostümierten tanzen wild zu flotten lauten Rhythmen. Sehr ruhig geht es dafür – erfreulicherweise – gleich nebenan im Vereinszimmer zu. DRK-Bereitschaftsleiter Olaf Mutschler und sein Team haben dort Station bezogen. „Es waren nur kurz drei Besucher bei uns. Nichts Schlimmes“, zieht er am frühen Sonntagmorgen eine Faschings-Bilanz.

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