Cröffelbach Geld für Wirtsklinge in trockenen Tüchern

Schwieriges Gelände: Mitte Juli haben Geologen die Wirtsklinge untersucht.
Schwieriges Gelände: Mitte Juli haben Geologen die Wirtsklinge untersucht. © Foto: privat
Cröffelbach / Norbert Acker 26.07.2018
Die Finanzierung des Ausbaus der Cröffelbacher Wirtsklinge ist geklärt. Die Bauarbeiten sollen schnellstmöglich ausgeschrieben werden.

Jetzt kann es bald losgehen mit dem rund 1,14 Millionen teuren Ausbau des Klingenbachs, der von Wolpertshausen kommend in die Bühler mündet. Eine letzte Tranche von 60 000 Euro aus dem Ausgleichstock ist nachbewilligt worden. „Wir werden so schnell wie möglich ausschreiben“, sagt Wolpertshausens Bürgermeister Jürgen Silberzahn auf Nachfrage. Anfangs ist der Schultes etwas irritiert gewesen, weil die Summe nicht in der am Dienstag vom Regierungspräsidium (RP) Stuttgart veröffentlichten Liste der Bewilligungen aus dem Ausgleichstock für dieses Jahr vorkommt.

Anträge nachbewilligt

Eine Nachfrage beim Landratsamt Schwäbisch Hall bringt am Mittwoch Licht ins Dunkel. „Das RP hat mir mitgeteilt, dass noch offene Nachbewilligungen aus dem vergangenen Jahr für Unwetterschäden zur Auszahlung kommen“, sagt Steffen Baumgartner,  Leiter vom Stab des Landrats. Neben Wolpertshausen erhielten die ebenfalls vom Unwetter 2016 betroffenen Städte Langenburg und Kirchberg 65 000 beziehungsweise 70 000 Euro für den Hochwasserschutz nachbewilligt. „Das hätte man auch noch in die aktuelle Liste mitaufnehmen können“, so Baumgartner. „Ich verstehe, dass es da zu Irritationen kommen kann.“

Die Gemeinde Wolpertshausen habe bereits 2017 nennenswerte Unterstützung für den Ausbau der Klinge erhalten, sagt RP-Pressesprecherin Katja Lumpp. Zum einen sei die Gemeinde nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft mit dem Höchstfördersatz von 70 Prozent der „zuwendungsfähigen Ausgaben“ unterstützt worden, also 489 700 Euro. „Zudem gab es 2017 140 000 Euro aus dem Ausgleichstock“, so Lumpp. „Zurückgestellt wurde damals die Entscheidung über zwei Geröllfänge, weil Grundlagen zur Bemessung solcher Bauwerke erarbeitet werden mussten.“ Nachdem das hierfür erforderliche Murgang-Modell (wir berichteten) Anfang des Jahres vorgelegen habe, konnte die Gemeinde die Kosten neu berechnen und einen Förderantrag stellen. Insgesamt erhalte die Gemeinde Fördermittel in Höhe von rund 990 000 Euro für das Projekt.

„Das ganze Gewässer wird ausgebaut“, erklärt Bürgermeister Silberzahn. „Auf Höhe des Hochbehälters soll ein Geröllfang installiert werden.“ Denn jedes Mal, wenn es stärker regne, komme einiges an Geröll ins Tal gerauscht. Schon ein halbes Dutzend Mal hätten Cröffelbacher, Mitarbeiter des Bauhofs und der Kläranlage seit 2016 die Klinge freiräumen müssen. „Dafür sage ich ausdrücklich Danke.“ Der Rechen in der Verdolung unter der Hauptstraße werde auch ausgetauscht.

„Wir hätten gern noch mehr bekommen. Das gebe ich gern zu“, sagt Silberzahn zu der jetzigen Bewilligung. „Aber wir sind zufrieden mit der ausreichenden Förderung.“ Den jetzigen Eigenanteil von 114 000 Euro werde man finanziert bekommen. Im Haushalt 2018 seien dafür 103 000 Euro bereitgestellt worden, die Restmittel würden 2019 eingestellt. Wichtig sei nun vor allem, dass es mit dem Bau des Hochwasserschutzes losgehe: „Die Cröf­felbacher warten da sehnsüchtig drauf.“

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