Michelfeld Weitere Kunden gesucht

Die Zahl der Stromzähler in Michelfeld wird auf rund 1500 Stück geschätzt - durch über 360 fließt derzeit erst der Strom der Energieversorgung Michelfeld. Die Zahl von 400 war schon länger angepeilt.
Die Zahl der Stromzähler in Michelfeld wird auf rund 1500 Stück geschätzt - durch über 360 fließt derzeit erst der Strom der Energieversorgung Michelfeld. Die Zahl von 400 war schon länger angepeilt. © Foto: Oliver Färber
Michelfeld / OLIVER FÄRBER 26.11.2014
Der im Jahr 2012 gegründete Stromlieferant Energieversorgung Michelfeld bleibt leicht hinter den Erwartungen zurück. Derzeit hat sie 362 Kunden. So wurde es dem Gemeinderat vorgetragen.

Gebhard Gentner von den Stadtwerken Hall, mit deren Kooperation die Energieversorgung Michelfeld (EVM) gegründet wurde - und der auch Geschäftsführer dieser Firma ist -, stellte auf der jüngsten Gemeinderatssitzung den Jahresabschluss 2013 und den Wirtschaftsplan 2015 für den Stromlieferanten vor. Immerhin wurde 2013 ein positives Ergebnis von 4400 Euro erwirtschaftet. "Das allerdings nur vertriebsbedingt durch den Verkauf von Strom", so Gentner.

Sowohl er als auch der Michelfelder Bürgermeister Wolfgang Binnig geben zu, dass die EVM hinter den Erwartungen zurück liegt. "Wir sind nicht ganz so zufrieden mit der Kundengewinnung", so Binnig.

Geplant sei deshalb, das Gespräch mit den Michelfeldern zu suchen. Von den rund 1500 Stromzählern in der Gemeinde erhielten derzeit erst rund 362 den lokalen Strom. "Die Wechselbereitschaft war einfach geringer", erklärte Gentner. Allerdings wurde auch noch nicht viel geworben. "Wir müssen mehr Präsenz zeigen", meinte der Geschäftsführer. Derzeit würden rund fünf bis zehn Neukunden pro Monat gewonnen.

Vielen Firmenkunden sei überhaupt nicht bekannt, dass sie auch von der EVM ihren Strom beziehen könnten. Dabei werde ein faires Angebot gemacht. "Allerdings wollen wir auch keine Kunden mit Preisen unter dem Markt kaufen", fügte Gentner hinzu. Es werde hart kalkuliert - und es sei bekannt, dass es bei Gewerbekunden schon einmal um 0,05 Cent pro Kilowattstunde gehe. Derzeit verkaufe die EVM rund eine Million Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Gemeinderat Volker Mauss lobte die Idee der EVM: "Schließlich fördert man die eigene Gemeinde." Die Steuern fließen nämlich - weil sie ihren Sitz in der Kommune hat - in den Gemeindesäckel.

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