Mainhardt Wassergaudi mit der Feuerwehr in Hütten

Mainhardt / Oliver Färber 06.08.2018
Zum 51. Mal lädt die Feuerwehrabteilung Hütten zu ihrem Sommerfest. Höhepunkt der drei Tage ist das Wettspritzen am Sonntag: Dabei treten sieben Mannschaften gegeneinander an.

So richtig wach sind am Sonntagmorgen noch nicht alle, die sich in Hütten versammelt haben. Denn wenn die örtliche Feuerwehrabteilung ihr Sommerfest feiert, dann wird’s am Wochenende spät – oder früh, wie man es nimmt. „Bist du noch da oder schon wieder?“, lautet die Frage an diesem Vormittag, wenn sich Bekannte treffen, bei denen der eine oder andere Ringe unter den Augen hat. Dabei ist niemand ein Vorwurf zu machen: Am Samstagabend war alles, was gehen konnte, im oder um das Festzelt herum. Die Band „Sicherheitshalbe“ heizte ihrem großen Publikum ein, auch wenn das rein vom Wetter her eigentlich nicht nötig gewesen wäre.

Die schwitzenden Gäste machten den Flüssigkeitsverlust dank der guten Versorgung wieder wett. Das macht allerdings auch so manchem Wettkämpfer jetzt am Sonntagmorgen zu schaffen. Auffällig: Zum traditionellen Wettspritzen sind diesmal nur sieben Mannschaften am Start – dazu zählen zwei reine Damenteams und eine Mischgruppe aus Jugendrotkreuz und DRK-Bereitschaft.

Einer, der eigentlich diesmal nicht mehr dabei sein wollte,  hält dafür der Veranstaltung die Stange: Moderator Dieter Eckert. „Ich hatte mich ja letztes Mal in die Altersteilzeit verabschiedet, aber wir haben uns noch nicht wegen der Ruhephase geeinigt“, scherzt er. Es wird nicht der einzige Witz an diesem Vormittag bleiben – dafür ist er bekannt und beliebt. Zwischen den Einsätzen der Gruppen sorgt er für Kurzweil, bringt Kinder für ein Chips für den Vergnügungspark vor der Menge dazu, ein Lied zu singen.

Derweil kocht das Adrenalin bei den neunköpfigen Teams. Gefragt ist der möglichst schnelle, komplette und richtige Aufbau eines Standard-Löschangriffs nach Regeln, die früher einmal beim Feuerwehr-Leistungsabzeichen gefragt waren. Mit Heinrich Karle und Wolfgang Dietz haben zwei erfahrene Feuerwehr-Schiedsrichter ihr Augenmerk genau auf den Beiträgen.

„Wasser Marsch!“, hallt es über das Hüttener Wohngebiet. Wenig später spritzt das Wasser aus dem Strahlrohr. Eine Klappe wird damit umgestoßen. Die jungen Frauen aus Geißelhardt sind erschöpft, aber froh: „Wir waren zufrieden mit unserer Leistung“, erklärt Svenja Greitzke. Ein Monat vorher hätten die Proben begonnen. „Jedes Jahr brauchen wir weniger Zeit, weil wir eingespielt sind“, erklärt sie.

Seit Mai haben die Mädels aus Bubenorbis trainiert. „Weil wir ein komplett neues Team sind“, verrät Lea Hofmann. Mit dem Ergebnis ihrer Gruppe ist sie zufrieden: „Es macht Spaß. Vor allem der Zusammenhalt.“

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