Streik Warnstreik am Montag: Mehrere Kitas in Hall geschlossen

Die Kindertageseinrichtung Pfiffikus - hier eine Aufnahme aus früheren Jahren - hat am Montag geschlossen, wie andere Kitas in Hall auch.
Die Kindertageseinrichtung Pfiffikus - hier eine Aufnahme aus früheren Jahren - hat am Montag geschlossen, wie andere Kitas in Hall auch. © Foto: privat/Archiv
SWP 18.04.2015
Fünf Kindergärten in Hall sind am Montag geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet. Der Grund ist ein Erzieher-Warnstreik in Kitas.

Die Gewerkschaft Verdi hat für kommenden Montag, 20. April, zu einem Warnstreik der Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen aufgerufen. Davon sind auch Kitas in Schwäbisch Hall betroffen.

Folgende Haller Kindertageseinrichtungen sind am Montag laut Mitteilung der Stadtverwaltung geschlossen: Heimbachsiedlung, Pfiffikus, Katharina und Regenbogen. In der Tageseinrichtung für Kinder im Hallweg wird eine Notgruppe für zehn Kinder eingerichtet. Die genaue Organisation dieser Notgruppe wird zwischen Eltern und der Kita-Leitung geklärt. "Die Notgruppe im Hallweg ist nur für die dort angemeldeten Kinder vorgesehen", teilt Stadtsprecher Robert Gruner mit. Alle anderen Einrichtungen bleiben - Stand gestern - wie gewohnt geöffnet.

Von den 14 städtischen Kindertageseinrichtungen sind am Montag somit fünf geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet. Von den 130 Mitarbeitern werden 42 dem Streikaufruf folgen. Die 30 angestellten Praktikanten sind nicht zum Streik aufgerufen. Letztlich müsse bis Montag abgewartet werden, um genau sagen zu können, welche Einrichtungen dann geschlossen seien und welche nicht, so Stadtsprecher Gruner.

Nicht betroffen vom Streik sei zum Beispiel der Heimbacher Hof, obwohl auch dort die Mitarbeiter von Verdi zum Streik aufgerufen worden seien. "Alle betroffenen Einrichtungen werden einen Aushang anbringen und die Eltern entsprechend informieren", so Gruner.

Verdi fordert für die etwa 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst eine höhere Eingruppierung, die laut Angaben der Gewerkschaft zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würde.