Schwäbisch Hall Wanderausstellung zur NSU-Mordserie wird am Donnerstag eröffnet

Demonstranten halten in Hall Plakate mit Bildern der Opfer.
Demonstranten halten in Hall Plakate mit Bildern der Opfer. © Foto: Ufuk Arslan
Schwäbisch Hall / THUMI 30.06.2014
Der Nationalsozialistische Untergrund soll zehn Menschen getötet haben. Mit den Opfern befasst sich eine Ausstellung, die am Donnerstag beginnt.

Die Wanderausstellung "Die Opfer des NSU" hat bereits Station in Stuttgart und Heilbronn gemacht. Am Donnerstag wird sie im Haus der Bildung in Schwäbisch Hall eröffnet. Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des NSU sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes auseinander. Durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) - in Kooperation mit der Volkshochschule - wurde die Ausstellung nach Hall geholt.

Im ersten Teil der Ausstellung werden Biografien der Ermordeten dargestellt, heißt es in der Ankündigung. Zu Wort kämen Angehörige der Opfer. Weitere Tafeln beschäftigten sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen mehrere Menschen lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchte die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt würden auch Gründe, wieso die Mordserie nicht früher aufgedeckt wurde, außerdem der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der mutmaßlichen neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.

Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 19 Uhr, spricht Janka Kluge vom Landesvorstand der "VVN - Bund der Antifaschisten". Erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm hält ein Grußwort.

Die Schau ist bis zum 1. August montags bis donnerstags, 9 bis 18 Uhr, sowie freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Im Rahmen dieser Ausstellung besucht Robert Andreasch, Beobachter des NSU-Prozesses in München, am Freitag, 18. Juli, 19 Uhr, das Haus der Bildung.

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