Es ist noch eine gute Woche bis zur Landtagswahl. Auch im Landkreis Schwäbisch Hall sind noch viele Wähler unentschlossen, bei welcher Partei oder bei welchem Kandidaten sie am Wahlsonntag ihr Kreuzchen machen sollen. Das Wahlforum am Donnerstagabend soll Aufschluss geben.

Mit dabei sind Jutta Niemann, die für die Grünen antritt, Helmut Rüeck (CDU), der Sozialdemokrat Nikolaos Sakellariou und Friedrich Bullinger von der FDP. Noch nicht im Landtag vertreten sind die Parteien von Kai Bock (Die Linke) und Udo Stein (AfD).

+++ 18.50 Uhr +++ Die Großsporthalle in Ilshofen füllt sich. Insgesamt sind etwa 500 Leute gekommen. Der Freundeskreis Asyl übernimmt gemeinsam mit Flüchtlingen den Ausschank. Sämtliche Einnahmen fließen zum Freundeskreis Asyl Ilshofen.

+++ 19.04 Uhr +++ Die Kandidaten betreten die Bühne. Die Redaktionsleiter Andreas Harthan (Hohenloher Tagblatt) und Marcus Haas (Haller Tagblatt) begrüßen das Publikum. Es geht los.

+++ 19.10 Uhr +++ Jeder Kandidat darf sich vorstellen. Zeit: maximal eine Minute. Nikolaos Sakellariou erntet die ersten Lacher für seine zwei "Sorgenkinder": Den VfB und die SPD.

 


+++ 19.14 Uhr +++ Es geht um das Thema Bildung. Ist die Gemeinschaftsschule ein Garant für bessere Bildung für alle, wie Grüne und SPD sagen, oder ist sie ein „schwäbisches Himmelfahrtskommando“, wie es die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) geschrieben hat?

+++ 19.17 Uhr +++ Friedrich Bullinger: "Bildung ist unser Kapital. Es muss jedes Kind eine Chance auf Bildung haben. Nicht die Einheitsschule für alle, sondern, dass jedes Kind seinen eigenen Weg findet. Ich bin der Auffassung, dass die Gesamtschule ist nicht für die große Masse sinnvoll "

+++ 19.20 Uhr +++ Helmut Rüeck: "Wir wollen keine Gemeinschaftsschule schließen. Wir wollen sie aber besser machen."

+++ 19.22 Uhr +++ Udo Stein: "Menschen die besondere Förderung brauchen, sollen diese auch bekommen. Dafür sind Sonderschulen auch ein guter Weg. Viele Länder dieser Welt beneiden uns um unser Schulsystem. Wir würden Gemeinschaftsschulen in einer angemessenen Zeit auslaufen lassen "

+++ 19.24 Uhr +++ Kai Bock: "Wir plädieren dafür dass Bildung generell kostenlos ist. Vorbilder sollten da auch die skandinavischen Länder sein. Ich lehne es ab, die Schwachen und die Starken zu trennen."

+++ 19.27 Uhr +++ Jutta Niemann: "Die Gemeinschaftsschule ist ein ganz wichtiger Baustein und die richtige Lösung. Wir müssen sicherstellen, dass jedes Kind eine angemessene Schulbildung bekommt."

+++ 19.28 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Das dreigliedriges Bildungssystem hat die Ungerechtigkeit, die Kindern in die Wiege gelegt wurden, verstärkt. Kein Mensch will das Abitur beschränken. Die Kommunen vor Ort sollen entscheiden, welche Schulform sie haben wollen. Die CDU will den alten Stand wiederherstellen."
Nikolaos Sakellariou:

+++ 19.30 Uhr +++ Thema Gesundheit: "Stellen Sie sich die Krankenhausversorgung im Landkreis Schwäbisch Hall vor – wie sähe die im Jahr 2026 aus?"

+++ 19.31 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Wir haben sehr nahe Wege. Wie das in 15 Jahren aussieht, kann ich nicht sagen. Selbstverständlich gibt es das Krankenhaus in Crailsheim in 15 Jahren noch."

+++ 19.33 Uhr +++ Jutta Niemann: "In die Pflege fließen zu wenig Gelder. Die beiden Krankenhäuser sind für die Zukunft gut aufgestellt. Wir müssen die Allgemeinmedizin stärken und dass sie sich auch hier niederlassen. Wir brauchen dringend eine akademisierung der Pflege- und Hebammenberufe. Damit diese auch die Bereiche übernehmen können, die bisher nur von Ärzten übernommen werden. Das muss dringend etwas passieren."

+++ 19.35 Uhr +++ Kai Bock: "Es wird darauf hinauslaufen, dass hier über 200 Krankenhäuser geschlossen werden. Wir brauchen mehr Personal. Die Bezahlung muss besser werden."

+++ 19.36 Uhr +++ Udo Stein: "Es wäre sicherlich sinnvoll, dass Krankenhaus in Gaildorf wieder in Betrieb zu nehmen. Es ist erschreckend, dass nur noch auf die Finanzen geguckt wird. Wenn wir anfangen, da zu sparen, wo massiv Geld verblödelt wird, können wir hier auch noch ein viertes Krankenhaus bauen."

+++ 19.38 Uhr +++ Helmut Rüeck: "Unsere Krankenhäuser sollen erhalten bleiben und gestärkt werden. Das gilt für das Diak wie auch für das in Crailsheim. Ich sehe uns sehr gut aufgestellt für die nächsten Jahre. Für Gaildorf sehe ich die Zukunft in dem Ärztehaus und in dem Gesundheitscentrum Mensch.

+++ 19.40 Uhr +++ Friedrich Bullinger: "Daseinsvorsorge ist wichtig. Man muss auch attraktiv sein für Spitzenärzte. Wir werden auch weiterhin ein Defizit haben. Der Patient wird künftig entscheiden wo er hingeht."

+++ 19.44 Uhr +++ Unterstützen Sie den Bau von Windparks, etwa bei Langenburg oder Kirchberg? Und wenn ja, wie viel Meter Mindestabstand müssen Windräder zu Wohnbebauung haben?

+++ 19.46 Uhr +++ Udo Stein: "Ich unterstütze solche Windparks in dieser Form nicht. Es gibt im Norden sehr viel Energie und im Süden fehlen die Trassen. "

+++ 19.47 Uhr +++ Helmut Rüeck: "Wir sind uns glaube ich weitgehend einig, die Bevölkerung will keine Atomkraftwerke." Zwischenapplaus. "Wir brauchen Alternativen zu dieser Kernenergie. Größere Abstände zu Windkraftanlagen sind wichtig um Akzeptanz zu schaffen. Wir müssen die Energie vom Norden hierher schaffen. "

+++ 19.50 Uhr +++ Friedrich Bullinger: "Die Energiewende wird nur gelingen, wenn wir mit der Speicherung weiter sind. Ich will keine wahllose Verspargelung in der Landschaft."

+++ 19.53 Uhr +++ Kai Bock: "Atomkraft: Nein, Danke. Es ist ja überhaupt nicht geklärt. Was mit dem Atommüll passiert. Windkraft und Fotovoltaik mit Bürgern und Kommunen ausbauen. Wir wollen auch nicht unbedingt so große Trassen aus dem Norden haben. Wir wollen, dass Energie hier hergestellt wird."

+++ 19.55 Uhr +++ Jutta Niemann: "Lokale intelligente Netze, die Speicher weiter ausbauen, die Biomasse mit einbauen. Wir müssen die Energiewende schaffen. Den Arten- und Naturschutz sauber abarbeiten. Wenn wir irgendwann mal was besseres haben, kann man die Windparks auch wieder abbauen. "

+++ 19.57 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Wir haben es in 50 Jahren geschafft, Abfall zu produzieren, der in 180.000 Jahren erst abgebaut ist. Wir versorgen derzeit 70.000 Haushalte mit durchschnittlich 93 Prozent des Energiebedarfs. Wir haben Ingenieure, Entwickler, die diese Technologie auch ins Ausland bringen können. Deshalb habe ich keinen hohen Blutdruck, wenn ich Windkraftwerke sehe."

+++ 19.57 +++ Wird zu wenig seitens des Landes gefördert, der Landkreis im Stich gelassen?

+++ 19.59 Uhr +++ Kai Bock: "Um Strukturen zu erhalten, würden wir auch in Straßen investieren. Aber nicht in jeder Ecke. Wir wollen den ÖPNV stärken. Die Ressourcen sollen vorrangig in günstigen Nahverkehr gesteckt werden. Wir lehnen Gigaliner ab, die die Straßen kaputt machen. Wo es möglich ist, sollten die Leute auf Bus und Bahn umsteigen."

+++ 20.01 Uhr +++ Jutta Niemann: "Unsere Regierung gibt mehr für Straßen aus als bisher jede andere Regierung in Baden-Württemberg. Wir haben transparente Kriterien entwickelt, wie die Mittel verteilt werden. Die grün-rote Landesregierung wird in Zukunft auch die Straßen im Landkreis Hall sanieren."

+++ 20.03 Uhr +++ Udo Stein: "In Baden-Württemberg wurde das Auto erfunden. Die Straßen sind das Herzstück des Landes. Für was wir alles Geld haben - und für unsere eigenen Straßen ist es zu wenig. Dort, wo es nicht flächendeckend sinnvoll ist, stündlich einen Bus hinzuschicken, müssen wir kürzen."

+++ 20.07 Uhr +++ Helmut Rüeck: "Nicht jedes Schlagloch ist grün und rot angestrichen, da sind auch schwarze dabei. Aber die Schlaglöcher sind nicht besser geworden unter Rot-Grün. Wir im ländlichen Raum werden benachteiligt. Wir haben keine vernünftigen Mittel bekommen."

+++ 20.10 Uhr +++ Friedrich Bullinger: "Der ländliche Raum hat zwei Probleme: Internet und Straßennetz. In kleineren Gemeinden brauchen die Menschen Individualverkehr. Wir brauchen da ein tüchtiges Straßennetz. In den vergangenen Jahren ist der ländliche Raum hinten runtergefallen. Das ist das Schlimme an dieser Regierung: Dass der ländliche Raum vernachlässigt wird.

+++ 20.13 Uhr +++ Die Fragen aus den sozialen Netzwerken werden vorgelesen. An Herrn Sakellariou: Wie soll an den Gemeinschaftsschulen Abitur gemacht werden, wenn es dort zu wenige Gymnasiallehrer gibt?

+++ 20.14 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Es kann nur Gemeinschaftsschulen geben, wenn Gymnasiallehrer vorhanden sind. Wir finden auf dem Arbeitsmarkt leider nicht die Lehrer, die wir brauchen. Da hat der Frager recht. Aber das ist ein Problem, das alle Parteien haben.

+++ 20.16 Uhr +++ Frage eines Lesers: Die AfD schreibt in ihrem Wahlprogramm für Baden-Württemberg auf Seite 16: Zitat: 'Die AfD will zur Vermeidung korruptionsanfälliger Strukturen bei politischen Verantwortlichen und Entscheidungsträgern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, endlich die geforderte Staatsferne herstellen.' Auf S.29 ist dann zu lesen: Zitat: 'Die AfD will auf die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten einwirken...' Sind diese beiden Aussagen auch nicht für Sie widersprüchlich?"

+++ 20.17 Uhr +++ Antwort Udo Stein: "Indem wir die GEZ und die Gebühren abschaffen, ganz klar: Nein."

+++ 20.27 Uhr +++ Ein Blick auf aktuelle Zahlen: Rund 2500 Flüchtlinge sind derzeit im Landkreis Schwäbisch Hall vorläufig untergebracht, viele davon werden bleiben, brauchen dauerhaft einen Platz zum Wohnen und zum Arbeiten. Ist das aus ihrer Sicht viel mit Blick auf insgesamt rund 188.000 Einwohner im Landkreis? Wie sehen Sie die Situation im Landkreis – worauf kommt es in den nächsten Monaten vor allem an und wie kann die Landespolitik dabei sinnvoll unterstützen?

+++ 20.28 Uhr +++ Udo Stein: "Ich sehe die Situation im Landkreis Hall überschaubar. Ich durfte als Landtagswahlkandidat nicht einmal die LEA in Ellwangen besuchen. Was mich am Thema beschäftigt sind die Gesetzesbrüche. Wir haben eine tägliche Zuwanderung von einem Dorf. Wo sollen die wohnen? Wir müssen über unsere innere Sicherheit nicht reden, wenn wir keine äußere Sicherheit haben. Wir müssen die Grenzen kontrollieren. Ich will wissen: Wer kommt zu uns? Wir sind für Asyl, die Menschen, die zu uns kommen und Asyl brauchen, müssen wir aufnehmen. Man muss klare Regelungen treffen. Die, die zu uns kommen, müssen auch was für die Gesellschaft leisten."

+++ 20.30 Uhr +++ Helmut Rüeck: "Begrenzung ja, aber feste Obergrenzen. Für mich bedeuten Worte wie "Humanität" und "Solidarität" sehr viel. Darum bin ich in der CDU. Wer wirklich verfolgt ist, muss bei uns Zuflucht finden können, bis in seinem Heimatland wieder Frieden herrscht. Denen, die bleiben dürfen, müssen wir helfen und sie integrieren."

+++ 20.34 Uhr +++ Friedrich Bullinger: "Das Thema beschäftigt uns sehr. Es wird aber woanders entschieden. Hier im Land haben wir begrenzte Möglichkeiten. Auch bei der Abschiebung gibt es große Defizite. Das Asylrecht ist ein Grundrecht. Und daran sollten wir uns auch erinnern wenn wir in unsere Vergangenheit schauen."

+++ 20.35 Uhr +++ Kai Bock: "Wir haben vor ein paar Jahren alle gejammert, dass keine Kinder mehr geboren werden. Jetzt kommen endlich junge Menschen und plötzlich wollen wir sie alle wegschicken. Wir können Grenzen schließen, wie wir wollen, die Leute werden trotzdem kommen. Keiner verlässt sein Land freiwillig. Die haben keine Lebensperspektive mehr. Wir müssen dafür sorgen, dass sie wieder vor Ort eine haben bevor wir uns alle zerfleischen."

+++ 20.37 Uhr +++ Jutta Niemann: "Ich sehe auch, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Ich bin froh, dass im Kreistag noch große Einigkeit herrscht, diese Aufgaben anzugehen. Bisher läuft es ganz gut. Auch dank der ehrenamtlichen Helfern. Die müssen wir auch weiter unterstützen. Ich denke, dass Herr Kretschmann immer versucht hat, dort Lösungen zu finden. Wir Grüne halten das Konstrukt der sicheren Herkunftsländer nicht für gut."

+++ 20.41 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "In Baden-Württemberg braucht es keine Wahlbeobachter. Politik hat die Aufgabe, den Leuten Lösungen für ihre Sorgen anzubieten. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Auf Angst zu bauen, ist falsch!"

+++ 20. 44 Uhr +++ Kai Bock: "Es gibt so viele Falschmeldungen, auch im Kreis, zum Thema Flüchtlinge. Das trägt dazu bei, den inneren Frieden, die innere Sicherheit zu gefährden."

+++ 20.45 Uhr +++ Die AfD fordert in ihrem Landeswahlprogramm die im Grundgesetz verankerte Abschaffung des individuellen Asylrechts. Was sagen Sie zu dieser Forderung?

+++ 20.46 Uhr +++ Udo Stein: "Das Asylrecht soll nicht abgeschafft werden, sondern reformiert werden. Leute die keinen Anspruch auf Asyl haben, nehmen denen, die den Schutz wirklich brauchen, den Platz weg. Asyl heißt auch Schutz auf Zeit." Und weiter: "Kein Mensch will hier auf Frauen und Kinder schießen. So ein Schwachsinn!"

+++ 20.49 Uhr +++ Das angeblich Zitat von Frauke Petry wird heiß diskutiert.

+++ 20.50 Uhr +++ Helmut Rüeck: "Unter fünf Prozent der Menschen, die gerade Zuflucht bei uns suchen, berufen sich auf die Genfer Konventionen. Warum sind andere Bundesländer schneller bis ein Asylverfahren abgeschlossen ist und warum brauchen wir so lange?"

+++ 20.52 Uhr +++ Friedich Bullinger: "Das kann doch nicht sein, wenn jemand zwei Jahre bei uns ist, die Kinder sind im Sportverein, gehen bereits in den Kindergarten, sind eigentlich integriert und dann kommt der Verfahrensbeschluss, dass sie abgeschoben werden sollen. Sowas muss viel schneller kommen, wenn jemand keine Chance hat. Da wurden sehr große Versäumnisse in Berlin und auch in Stuttgart gemacht."

+++ 20.54 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Hier erzählen Leute Märchen. Wenn wir um Europa eine Mauer ziehen, dass fordern sie (AfD, Anmerkung der Redaktion), dann müssen wir trotzdem Tore haben. Dann klopft eben jeder an das Tor und beruft sich auf Asyl. Dann müssen die Leute genauso rein kommen. Egal ob mit Mauer oder ohne Mauer."

+++ 20.56 Uhr +++ Udo Stein: "Die Menschen die zu uns kommen, sollen kontrolliert werden. Das fordern wir und nichts anderes."

+++ 20.58 Uhr +++ Jutta Niemann: "Die AfD spaltet durch die Angstmacherei die Gesellschaft, aber sie bietet nie eine Lösung an. Wir müssen schauen, dass die Leute möglichst schnell weitergebildet werden (Praktika) und dann müssen wir schauen, dass wir für die Menschen Arbeit finden, die hier bleiben."

+++ 20.59 Uhr +++ Kai Bock: "Was wir jetzt brauchen ist ein Sozialprogramm für alle Menschen. Dann haben wir auch viel weniger Probleme mit Rassismus in diesem Land."

+++ 21.03 Uhr +++ Nun kommt das Publikum zu Wort.

+++ 21.05 Uhr +++ Herr Krause, Rot am See: "Die soziale Schieflage im Land kommt mir hier zu kurz: Wir haben selber Obdachlose, Kinderarmut, Altersarmut. Dazu hätte ich gerne eine Meinung."

+++ 21.06 Uhr +++ Kai Bock: "Das kann ich nur bestätigen. Man fühlt sich wie eine Ware als Leiharbeiter. Wir fordern ein Sozialprogramm für die ganze Bevölkerung. Nicht nur für Flüchtlinge."

+++ 21.08 Uhr +++ Jutta Niemann: "Die beiden Themen dürfen nicht gegeneinander ausgepielt werden. Zusätzliche Mittel sind notwendig. Wir brauchen sozialen Wohnungsbau. Es muss auch weitergedacht werden. Wir haben eine sinkende Arbeitslosenquote. Aber die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist nicht runtergegangen! Das müssen wir ändern."

+++ 21.09 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Wieso sind die Leute arm? Viele die arm sind, kommen aus der Arbeitslosigkeit. Aus zwei Gründen: Niedrige Bildung und Frauen die keine Betreuung für ihre Kinder finden und deshalb aus dem Berufsleben rutschen. Und da setzen wir an."

+++ 21.10 Uhr +++ Udo Stein: "Die Politik spaltet in Schwarz und Weiß. Entweder man ist für die Zuwanderung oder dagegen. Es gibt kein Dazwischen mehr. Wir haben eine schwindende Bevölkerung. Menschen, die bei uns sozialbedürftig sind, werden notgedrungen gegen andere aufgewiegelt, die auch bedürftig sind und diese Spaltung macht mich Wahnsinnig."

+++ 21.12 Uhr +++ Helmut Rüeck: "Ja, wir müssen Wohnungen für alle schaffen. Lieber hat einer ein Dach über den Kopf in einer ökologisch nicht so toll ausgebauten Wohnung, wie wenn er unter der Brücke schläft."

+++ 21.16 Uhr +++ Friedrich Bullinger: "Es gibt genügen privates Kapital. Entrümpelt mal für fünf oder sechs Jahren diese Luxusvorschriften und dann kriegen wir Wohnungsbau auch hin! Verballung á la Mexiko-City ist der falsche Weg."

+++ 21.20 Uhr +++ Zuschauerfrage zum Thema Innere Sicherheit: "Wie wollen sie die Sicherheit der Bürger in den nächsten Jahren gewähren?"

+++ 21.22 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Wir müssen auch die Strukturen verändern. Wir haben im Polizeibereich 850 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren mehr ausgegeben."

+++ 21.24 Uhr +++ Jutta Niemann: "Baden-Württemberg und Bayern sind die sichersten Bundesländer. Die Polizeireform war auch eine Reform, die aus der Polizei heraus gewollt worden ist. Wir müssen jetzt halt gucken, wo es nicht funktioniert, vielleicht sind es die langen Wege."

+++ 21.26 Uhr +++ Friedrich Bullinger: "Die Polizeireform ist überdemensioniert. Das ist erschreckend für den ländlichen Raum. Einer aus Waiblingen weiß nicht, wo Unterdeufstetten ist."

+++ 21.26 Uhr +++ Kai Bock: "Wir haben im Land über 1000 Verfahren mit rechtsextremen Hintergrund gehabt. Kaum welche davon sind aufgeklärt."

+++ 21.31 Uhr +++ Abschlussfrage von den Redaktionsleitern: "Erklären Sie kurz und knapp, warum man Sie wählen soll"

+++ 21.32 +++ Jutta Niemann: "Wer Grün wählt, wählt auch Kretschmann. Wir haben wichtige Reformen angestoßen und brauchen Zeit, diese fortzusetzen. Mich sollte man wählen, damit der ländliche Raum gestärkt wird."

+++ 21.33 Uhr +++ Nikolaos Sakellariou: "Die SPD ist einer der Garanten dafür, dass das Soziale in der Marktwirtschaft erhalten bleibt."

+++ 21.34 Uhr +++ Kai Bock: "Wir stehen für soziale Gerechtigkeit. Sozialer Wohungsbau und kostenlose Bildungspolitik sind meine Themen. Soziale Gerechtigkeit wird es in Baden-Württemberg nur mit den Linken geben können."

+++ 21.35 Uhr +++ Udo Stein: "Damit geltende Gesetze eingehalten werden und damit Sie als Bürger gefragt werden, was die Politik machen soll. Der Bürger muss mitentscheiden dürfen, nicht nur alle paar Jahre ein Kreuzchen machen."

+++ 21.36 Uhr +++ Helmut Rüeck "Nur der, der wählen geht, kann mitentscheiden. Es geht bei der Landtagswahl nur ums Land und um nichts anderes. Ausbau der Fachhochschule in Hall, Sicherheit, Dinge, die wir hier im Land bewirken können. Wenn Sie einen starken Vertreter im Landtag wollen, wählen Sie mich, ich habe das in den vergangenen Jahren bewiesen."

+++ 21.37 Uhr +++ Friedrich Bullinger "Ich will meine Erfahrung aus Exekutive und Legislative weiterhin für den Landkreis einsetzen. Ich will nicht, dass dieses tolle Land ins Mittelmaß abfällt. Ich will, dass Baden-Württemberg weiterhin gut dasteht. Mir geht es vor allem um den ländlichen Raum."


Wir bedanken uns bei allen Zuschauern und Mitlesern. Die ausführliche Berichterstattung finden Sie am Samstag in unserer Zeitung.


Eine Bildergalerie und ein Video folgen im Laufe des Freitags.