Aktien VW zieht auch Audi in die Tiefe

Verblichene VW- und Audi-Logos sind am 05.10.2015 an einem Güterwagon vor dem Werk Mosel in Zwickau (Sachsen) zu erkennen. VW hat bei einem Teil seiner Dieselmotoren eine betrügerische Software eingesetzt, welche die Abgaswerte im Testbetrieb optimiert. Im Regelbetrieb erreichten die Fahrzeuge jedoch nicht die vorgeschriebenen Schadstoffwerte. Die Folgen für den Konzern sind noch nicht absehbar.
Verblichene VW- und Audi-Logos sind am 05.10.2015 an einem Güterwagon vor dem Werk Mosel in Zwickau (Sachsen) zu erkennen. VW hat bei einem Teil seiner Dieselmotoren eine betrügerische Software eingesetzt, welche die Abgaswerte im Testbetrieb optimiert. Im Regelbetrieb erreichten die Fahrzeuge jedoch nicht die vorgeschriebenen Schadstoffwerte. Die Folgen für den Konzern sind noch nicht absehbar. © Foto: Jan Woitas (dpa-Zentralbild)
Region / JÜRGEN STEGMAIER 09.10.2015
Audi legt in den USA trotz des Skandals um die VW-Diesel-Tricksersoftware kräftig zu. Dennoch: Die Audi-Aktie kann sich dem Abwärtstrend nicht entziehen. Sie verliert im dritten Quartal deutlich.

In Amerika sind die Audi-Geländewagen gefragt. Allein im September ist der Gesamtverkauf um 16,2 Prozent auf 17 340 Autos gestiegen. Ungeachtet dessen verlor der Anteilsschein von Audi erheblich. In seinem Werk in Neckarsulm stellt Audi unter anderem die Modelle der Serien A6, S6, A7 und A8 her. Von 840 Euro Anfang Juli stürzte das Papier auf zwischenzeitlich 600 Euro ab. Inzwischen erholt es sich wieder - erneut im Sog der VW-Aktie.

Mitte August brach auch der Wert der Bechtle-Aktie ein. Inzwischen aber bewegt sich das Papier des IT-Dienstleisters aus Neckarsulm wieder auf Höchststand-Niveau. Die DZ-Bank bezifferte den fairen Wert der Bechtle-Aktie zwischenzeitlich auf 82 Euro und empfahl "halten". Das Bankhaus Lampe rät zu "kaufen". Bechtle sei 88 Euro wert.

Seit der Anteilsschein der R. Stahl AG Ende Februar bei 46 Euro notierte, ging es bergab. Nach der Schreckensnachricht vom Dienstag dieser Woche dürfte sich dieser Trend kurzfristig kaum umdrehen lassen. Der Explosionsschutzspezialist aus Waldenburg hatte bekannt gemacht, dass sich Umsatz und Ergebnisprognosen für dieses und das nächste Jahr nicht halten lassen. Stahl hängt am Tropf der Öl- und Gasindustrie - und dort wird derzeit nicht investiert, weil sich bei hohem Angebot und schwacher Nachfrage kaum Gewinne einfahren lassen.

Auf 75 hoch, auf 55 runter - die Manz-AG, die in Hall Maschinen zur Fertigung von Dünnschicht-Solarmodulen entwickelt und herstellt , hat ein bewegtes Quartal hinter sich. Die Solarmodule dürften bei der Entwicklung des Börsenkurses allerdings nur eine geringe Rolle spielen.

Manz bietet auch Maschinen zur Herstellung von Batterien und Displays an. Diese Sparten werden mit dem amerikanischen Giganten Apple in Verbindung gebracht. Auf Manz-Maschinen lässt Apple offenbar Displays für Smartphones und Tablets herstellen. Außerdem wollen die Kalifornier nach Angaben des Wall Street Journals schon 2019 ein Elektrofahrzeug auf den Markt bringen. Dafür brauchen sie leistungsstarke Batterien.

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