Schwäbisch Hall Von skandinavischen Landschaften inspiriert

Bruno Kurz zeigt in der Galerie Cyprian Brenner große, ganz neu entstandene Gemälde.
Bruno Kurz zeigt in der Galerie Cyprian Brenner große, ganz neu entstandene Gemälde. © Foto: Hans Kumpf
Schwäbisch Hall / Hans Kumpf 05.09.2018
In der Haller Galerie Cyprian Brenner zeigt Bruno Kurz Bilder, die seit Ostern entstanden sind.

Bereits vor zwei Jahren waren von Bruno Kurz in der Schwäbisch Haller Galerie Cyprian Brenner etliche Werke zu bestaunen, die sich sehr prägnant zeigten durch ihre stete horizontale Ausrichtung und ihre farbliche Intensität .

Der 1957 in Langenargen am Bodensee geborene Künstler hat sich mittlerweile – ausgehend von Dänemark – von Ländern im Norden Europas inspirieren lassen. Da interessierten ihn nicht nur die speziellen Lichtverhältnisse, sondern vor allem die Landschaften. Diese setzte Kurz in seinem Karlsruher Atelier aber nicht realiter um, vielmehr ließ er seinen Assoziationen freien Lauf. Dem Betrachter kommen die Bildwerke wie abstrakte Malerei vor, ohne Grün-Betonung und ohne figürliche Rundungen wie Berge.

An zentraler und vom Tageslicht bestens ausgeleuchteter Stelle wird nun in der Galerie Cyprian Brenner monumental das Triptychon „K-Nord“ präsentiert – drei mit Acryl und Öl traktierte Leinwände im Gesamtmaß von 240 auf 500 Zentimeter. „Das Blau des Himmels“, wie ein bedeutendes anderes Exponat benannt ist, schimmert auch hier deutlich durch.

Bevor am Sonntag die Vernissage begann, sicherte sich ein gut betuchter Sammler bereits den Ankauf von zwei kleineren quadratischen Arbeiten aus der Serie „Feuerherz“ mit den außergewöhnlichen Werkstoffen „Harz auf Metall“. Nach kitschigen Herz-Förmlichkeiten und leuchtendem Rot sucht man dort allerdings vergebens.

Drei Filme informieren

In seiner Begrüßung betonte Hausherr Cyprian Brenner, dass Kurz „seine Komposition auf Basis von Naturerlebnissen“ entwickle. „Möglicherweise kann man die Bilder von Bruno Kurz als ,psychische Landschaften‘ bezeichnen“, sagt der erfahrene Galerist abschließend.

Die Nördlinger Kunsthistorikerin Dr. Sabine Heilig wies in ihrer profunden Einführung darauf hin, dass für Kurz „die Sinnlichkeit und Energie von Farben und ihre Substanz wichtig“ seien. Über sein Ansinnen und seine Vorgehensweise könne man sich übrigens im Internet (Youtube) bei drei kompakten Filmbeiträgen der Regisseurin Annette von Wangenheim informieren.

In einer lebhaften und vergnüglichen Fragerunde gab Kurz einige Erkenntnisse kund, zum Beispiel: „Ich bin ein Maler ohne Staffelei – die Bilder hängen immer an der Wand.“

Info

Die 20 Werke von Bruno Kurz sind bis 14. Oktober in der Galerie Cyprian Brenner, Lange Straße 32, in Hall zu sehen. Die Galerie ist dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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