Vorschau Von Bruckner-Sinfonie bis „Krach mit Bach“

Schwäbisch Hall / evl 04.09.2018
Die Konzertgemeinde Schwäbisch Hall stellt ihr Programm für die neue Saison vor. Bis 11. April gibt es sechs Abokonzerte und ein Familienkonzert. Den Auftakt machen am 14. September die Stuttgarter Philhamoniker.

Ulrich Parpart blickt in die nähere, aber auch schon einmal in die fernere Zukunft: Der Vorsitzende der Konzertgemeinde Schwäbisch Hall stellt in diesem Herbst nicht nur das musikalische Programm seines Vereins für die Saison 2018/19 vor, sondern er hat auch schon Pläne für die nachfolgenden Jahre. Im Vorwort zum Programmblatt schreibt er: „Neugierig schiele ich übrigens seit einigen Monaten hinüber zum Kocher, wo das neue Globe entsteht.“ Er freue sich darauf, dass das Publikum dort ganz nahe an den Künstlern sein kann. „Es wäre toll, wenn die Konzertgemeinde in naher Zukunft hier Gastgeberin sein dürfte“, schreibt Parpart.

Doch vorerst finden die Konzerte an den gewohnten Orten statt: Das Sinfoniekonzert erklingt in der Michaelskirche, vier Kammermusikabende sowie das Kinderkonzert finden im Neubau-Saal statt. Dazu kommt ein Abend im Haller Sonnenhof.

Elisabeth Fuchs dirigiert

Der Saisonstart ist traditionell in der Kirche St. Michael. Mit einer der bekanntesten Sinfonien der Romantik kommen am 14. September die Stuttgarter Philharmoniker nach Hall: Bruckners 4. Sinfonie, „Die Romantische“ genannt. Am Pult steht Elisabeth Fuchs, die das Haller Publikum schon vor zwei Jahren beeindruckte. Frank Lehmann ist der Solist in Antonio Vivaldis Fagottkonzert. Außerdem erklingt eine Suite aus Respighis „Alte Tänze und Lieder für Laute“.

Auf gemeinsame Einladung mit dem „Förderkreis Konzerte im Sonnenhof“ ist am 11. November ein Holzbläserquartett in der Arche im Sonnenhof zu Gast. Das junge Ensemble Correlatif – zu Deutsch „verbunden“ – stellt überraschende Verbindungen zwischen bekannten und unbekannten Komponisten, Kompositionen und Stilen vom Frühbarock bis zur Gegenwart her.

Die Konzerte im Neubau-Saal werden durch Maria Kliegel (Violoncello) und Oliver Triendl (Klavier) am 11. Januar eröffnet. Das Duo präsentiert „Osteuropäische Klangwelten“ mit Werken von Zoltan Kodály, Leos Janácek, Frédéric Chopin und Sergei Rachmaninoff.

Fugen und Dissonanzen

Das Klenke-Quartett tritt am 22. Februar im Neubau-Saal auf. Das Ensemble aus vier Streicherinnen gelte als eine der profiliertesten europäischen Formationen, urteilt die Konzertgemeinde. Es spielt Auszüge aus der „Kunst der Fuge“ von Bach, Mozarts „Dissonanzenquartett“ und Schumanns Streichquartett a-Moll.

Auf das Trio Gaspard darf man sich für 15. März freuen. Die Ensemble-Mitglieder sind weltweit zusammen und einzeln unterwegs. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Schumann, Rihm und Mendelssohn.

Den Saisonabschluss gestaltet das Ensemble Triolog am 11. April mit Flöte, Viola und Harfe – eine ungewöhnliche, reizvolle Besetzung, für die es erstaunlich viele Originalkompositionen gibt.

„Krach mit Bach“ ist der Titel des Musiktheaterstücks für das jüngste Publikum der Konzertgemeinde. Zwei berühmte Komponisten werden ins Zentrum eines großen Streits gerückt: Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Die Stuttgarter Philharmoniker unter Dan Ettinger lassen am 6. März im Neubau-Saal hören, wie es „kracht“.

Info Abonnements und Karten gibt es bei der Tourist-Information, Telefon 07 91/7 51-6 00. Jugendliche, die noch keine 19 Jahre alt sind, erhalten freien Eintritt (gilt nicht fürs Kinderkonzert). Das ausführliche Programm liegt bei den Vorverkaufsstellen und an anderen öffentlichen Orten aus.

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