Ilshofen Vogelliebhaber drängen sich in der Arena Hohenlohe

Ilshofen / Oliver Färber 19.02.2018
Sogar aus dem Ausland kommen Käufer und Züchter zur Börse der Ortsgruppe Crailsheim von der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ).

Eine lange Menschenschlange hat sich am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr am Eingang zur Arena Hohenlohe gebildet. Sie reicht bis zu den letzten Autos in der Parkplatzreihe davor. Die Kennzeichen der Wagen zeigen, welch großes Einzugsgebiet die Vogelbörse hat, zu der alle hinein wollen: Schweizer, Tschechen, Österreicher, Franzosen, Polen – auch aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Alfred Hausch freut der große Andrang. Allerdings ist das für den Vorsitzenden der AZ-Ortsgruppe Crailsheim und Börsenverantwortlichen nichts Neues. „Wir sind eben eine von den größeren Veranstaltungen. Heute ist es aber extremer, weil wir die erste große Börse im Frühjahr haben und das Wetter mitspielt“, weiß er. Rund 450 Aussteller haben über 6000 Vögel nach Ilshofen mitgebracht, rund 1800 Besucher werden erwartet. Gerade die Nähe zur Autobahn locke viele Züchter und andere Interessenten nach Hohenlohe.

Seit 1995 veranstaltet die Crailsheimer AZ-Ortsgruppe das Spektakel, musste damit mehrmals umziehen. „Heute bin ich froh, dass wir uns ab 2007 für  die Arena entschieden haben“, gesteht Hausch. Der Vorteil liege nicht nur bei der günstigen Verkehrsanbindung, sondern auch am Platz. „Die Veranstaltung ist seither gewachsen“, fügt er hinzu. So ist es kein Problem, dass auch Händler von Vogelutensilien eine eigene Halle haben.

Immer wieder neue Auflagen

Mittlerweile, so der Börsenverantwortliche, habe man sich einen Namen gemacht – und das europaweit. Und das nicht nur bei den Besuchern, auch bei den Ämtern. „Früher waren sie alle immer da, um jede Kleinigkeit zu prüfen“, erinnert er sich. Nun sei klar, dass die Veranstalter höchsten Wert auf die Einhaltung der Bestimmungen legen. „Und da kommen alle zwei Jahre neue Auflagen“, berichtet Hausch.

Diese umzusetzen, das sei „alles machbar“. Beispielsweise habe er den Sachkundenachweis Vögel ablegen müssen. „Und wenn etwas mal nicht ganz so stimmt, muss man einfach drüber reden. Wir sind alles Menschen“, meint er. Letztes Jahr habe die Vogelgrippe ein Problem dargestellt. „Das ist nun Gott sei Dank vorbei“, freut er sich.

In der Halle drängen sich derweil die Besucher. Es gilt: „Nur der frühe Vogel fängt der Wurm.“ Es ist kurz vor 9 Uhr und Züchter Günter Feuchter hat nur noch zwei der 22 Vögel, die er mitgebracht hat, nicht verkauft.

„Die Leute wissen, ich gebe nur Qualität ab“, erklärt der Untermünkheimer. Gerda Lichter geht mit einem Wellensittich Richtung Ausgang. „Du kommst jetzt mit mir in die Schweiz“, spricht sie mit einem Lächeln auf den Lippen in den Käfig.

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