Schwäbisch Hall Viele Haller feiern Silvester, nur einer brütet am Jahresende über der Steuererklärung

Ina Rübenstrunk hat doppelten Grund zum Feiern: Sie wird am 1. Januar 40 Jahre alt und deckt sich für das Fest in einem Baumarkt mit Fackeln ein. Teil des Fests mit 33 Gästen ist eine Nachtwanderung.
Ina Rübenstrunk hat doppelten Grund zum Feiern: Sie wird am 1. Januar 40 Jahre alt und deckt sich für das Fest in einem Baumarkt mit Fackeln ein. Teil des Fests mit 33 Gästen ist eine Nachtwanderung. © Foto: Ufuk Arslan
Schwäbisch Hall / TOBIAS WÜRTH 31.12.2013
Landtagsabgeordnete, Geschäftsführer und Kirchenleute kommen während des Jahres viel rum. Der letzte Abend im Jahr wird daher meist mit der Familie gefeiert. Wir haben bei ihnen nachgefragt.

Millionen Besucher kommen an Silvester ans Brandenburger Tor in Berlin, auf die Champs Champs-Elysées in Paris und an die Themse in London. In Hall sind die Massenaufläufe bei den Partys nicht ganz so groß. Zumeist wird sowieso in der Familie gefeiert. Wir haben uns umgehört, wie Haller den Jahreswechsel zelebrieren.

Bei Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim wird es "ganz klassisch Fondue im familiären Rahmen" geben. Das Feuerwerk wird er von der Terrasse seines Hauses beobachten. Sein Motto: "Neues Jahr, neue Chancen."

Landrat Gerhard Bauer zieht ebenfalls den häuslichen Rahmen den bunten Partys vor. Er teilt mit: "Wir treffen uns mit Freunden und machen zusammen einen gemütlichen Raclette-Abend. Ich blicke dankbar auf ein gutes Jahr 2013 zurück."

Marathon durch die Formulare kurz vor dem Jahreswechsel

Nicht nur Genuss, sondern auch Aktivität steht beim SPD-Landtagsabgeordnetem Nikolaos Sakellariou am Jahresende an. Er will es nochmal wissen: "Ich um 13 Uhr in Wallhausen-Hengsfeld den Benefiz-Silvesterlauf über 10 Kilometer laufen. Meine persönliche Bestzeit beträgt 52 Minuten. Während des Laufs lasse ich dann in Gedanken das vergangene Jahr Revue passieren. Dann hat es leider Tradition, dass ich die letzten Tage im Jahr an meiner Steuererklärung sitze, um sie noch rechtzeitig abzugeben. Die Relevanz von ,verschlamperten Steuererklärungen ist mir erst dieser Tage deutlich geworden." Der restliche Abend gehört der Familie.

Den hat Harald Barg, Chef von Hall aktiv, schon von Anfang an für den Genuss reserviert: "Als Haller werde ich in der Innenstadt von unserem Haus in der Neuen Straße das Feuerwerk sehen. Es gibt Raclette mit sehr leckerem Wein." Im neuen Jahr will Barg mit "Laufen und Abnehmen beginnen".

Bei Rudolf Bühler, Chef der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft, gibt es im Sonnenhof für die Familie und Freunde reichlich Essen und Trinken, vor allem eigene Erzeugnisse aus Keller, Stall und Garten.

Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt verbringt Silvester mit Freunden in Hall. "Der Jahreswechsel ist eine Gelegenheit, innezuhalten. Im Mai 2014 wird das Europäische Parlament neu gewählt. Das heißt, neuen Anlauf nehmen und mit frischer Kraft in wahrscheinlich turbulente Zeiten starten."

FDP-Landtagsabgeordneter Friedrich Bullinger bevorzugt "leichte Kost, gefüllte Hähnchenbrust mit Salaten und Baguette in unserer schönen Wohnküche in Reubach."

Für Diak-Chef Hans-Joachim Lenke steht ein Rundgang an. "Meine Frau und ich haben erst in unseren Aufgabenbereichen Gottesdienst. Ich gehe danach noch über die Stationen im Klinikum und besuche die Mitarbeitenden, die Dienst haben. Danach feiern wir, wie wir es schon seit Jahren tun. Mit guten Freunden und unserem Sohn samt Freundin: es wird Fleisch-Fondue geben - und für die vegetarische Freundin Käse-Fondue."

Die evangelische Dekanin Anne-Kathrin Kruse bewundert das Feuerwerk vom "Haus meines Vorgängers, dem Reformator Johannes Brenz unterhalb vom Neubau". Dort habe sie einen "Logenplatz". Es gibt ganz traditionell - wer hätte es gedacht - Fleischfondue.

Schwimmen, beten, zuhören - Was in Hall geboten ist
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