Region Viel Licht, wenig Schatten

Vor allem für die verbrauchsnahen Gewerke bleiben die Aussichten günstig, denn die gesunkenen Energiepreise setzen in den Budgets der Haushalte mehr Mittel für andere Verwendungen frei. Archivfoto
Vor allem für die verbrauchsnahen Gewerke bleiben die Aussichten günstig, denn die gesunkenen Energiepreise setzen in den Budgets der Haushalte mehr Mittel für andere Verwendungen frei. Archivfoto
Region / SWP 12.02.2015
2014 ist für die Handwerks-Betriebe in Heilbronn-Franken weitgehend positiv zu Ende gegangen. Das zeigen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer zum vierten Quartal.

Die Konjunkturaussichten für die deutsche Wirtschaft sind gut - Ökonomen bestätigen ihr beste Chancen auf ein ähnlich hohes Wachstum wie 2014. Die Handwerksbetriebe aus Heilbronn-Franken schließen sich dieser Auffassung an und blicken zuversichtlich in das noch junge Jahr.

So zeigt die Konjunkturumfrage der Handwerkskammer: Steigende Umsätze zum Jahresende sorgten bei den heimischen Handwerksbetrieben für eine weiterhin hohe Investitionsbereitschaft.

Knapp 60 Prozent der befragten Handwerker haben in den letzten Monaten in ihren Betrieb investiert - fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere Investitionen in den kommenden Monaten planen 47,2 Prozent der Betriebe. Rund 15 Prozent wollen dafür mehr Geld in die Hand nehmen als im Vorjahr. "Dass die Handwerker ihre steigenden Umsätze wieder in ihre Betriebe investieren, ist typisch. Bodenständigkeit und langfristige Planung zeichnen das Handwerk schließlich aus", weiß Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Weniger erfreulich ist hingegen die Entwicklung bei den Beschäftigtenzahlen: Ende 2014 wurden mehr Stellen abgebaut als neue geschaffen. "Vielleicht sehen wir hier schon die ersten Reaktionen auf den seit diesem Jahr gültigen Mindestlohn, der durch die umfangreiche Dokumentation der Arbeitszeiten vielen Betrieben die Buchhaltung extrem erschwert", mutmaßt Bopp.

Grund zur Freude gebe die stabile Geschäftslage: Weit mehr als die Hälfte der Handwerksbetriebe waren mit ihren Geschäften am Jahresende zufrieden. Und auch für das laufende Jahr überwiegt eine optimistische Grundhaltung: Fast 60 Prozent der befragten Betriebe aus Heilbronn-Franken glauben, dass die Geschäftslage gut bleibt. Über zu wenig Arbeit konnten sich die Betriebe am Ende des letzten Jahres nicht beschweren. Über ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet waren mit 14,1 Prozent genauso viele Betriebe wie im Vorjahr. Über zwei Drittel sind gut bis sehr gut ausgelastet. Die Zahl der Betriebe, die noch freie Kapazitäten haben, hat sich in einem Jahr fast halbiert.

Erfreulich hätten sich aus Sicht des Handwerks auch die Umsätze in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres entwickelt. So meldeten 42,8 Prozent der Betriebe steigende Umsatzzahlen, während 13,5 Prozent einen Umsatzrückgang hinnehmen mussten.

Die Auftragslage der Betriebe hat sich leicht verbessert

Perspektive Die Auftragslage im regionalen Handwerk hat sich insgesamt leicht verbessert. Zwar hatten nur noch 31,3 Prozent der Betriebe mehr Auftragseingänge (Vorjahr: 35,5 Prozent), gleichzeitig beklagten aber auch nur noch 15,2 Prozent der Befragten weniger Aufträge (Vorjahr: 20,6 Prozent). In der Zukunft erwartet fast ein Viertel der Betriebe (23,8 Prozent) weniger Aufträge.

SWP