Die Ausstellung  von Dominik Rinnhofer ist bis 9. Juni im Haller Kunstverein zu sehen. Der Künstler und Designer wurde 1977 im österreichischen Feldkirch geboren. In seinem poetischen Videoessay setzt sich der Wahl-Heidelberger mit der Frage der Wasserversorgung aus einer nicht-europäischen Perspektive auseinander. 2007 begleitete er Menschen in Butare/Ruanda, die täglich mehrere Kilometer zurücklegen, um trinkbares Wasser zu besorgen.

Rinnhofer zeichnete diese Strecken mittels Video und GPS auf. Die daraus entstandenen „Watertracks“ erwachen in der Haller Installation wieder zum Leben: Begleitet vom Original-Soundtrack aus Ruanda, bringen erst die Bewegungen der Besucher die Videos zum Laufen, heißt es in einer Mitteilung.

Zur Haller Quelle

Die interaktive Dimension der Ausstellung erschließt sich insbesondere außerhalb des Kunstvereins – beim Gang des Haller „Watertracks“. Ausgestattet mit einem originalen Wasserkanister aus Ruanda und dem Soundtrack auf dem Smartphone, können sich die Besucher auf den Weg zur Haller Quelle machen und dort Wasser für das Wasserbecken in der Ausstellung  holen. Hinterher wird es für die Bewässerung des urbanen Gartens der Arbeitsgemeinschaft „Nachhaltig Leben“ verwendet.

Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm abgerundet: Am Sonntag, 23. April, und Freitag, 2. Juni, bietet der Künstler Dominik Rinnhofer eine Kunstwanderung zur Haller Wasserquelle an und erzählt von seinen Erfahrungen in Butare. Am Mittwoch, 17. Mai, hält Wolfgang Schwarzkopf, Mitbegründer des Kunstvereins, einen Vortrag zum Thema „Wasser in und um Schwäbisch Hall“. Bei einem Workshop am Samstag, 27. Mai, lernen Kinder ab acht Jahren spielerisch über den Wert des Wassers. Zur Abschlussveranstaltung am Freitag, 9. Juni, legt der Stuttgarter DJ Florian Ehing Afrobeats und weitere tanzbare Rhythmen in den Räumen des Kunstvereins auf.

Info Die Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 22. April, um 18 Uhr im Kunstverein. Der Eintritt ist frei.