Messe Vereine machen gemeinsame Sache

Doris Nothdurft (links) von der Gemeinde Mainhardt informiert am Gemeinschaftsstand der Schwäbischer-Wald-Kommunen die Gewerbeschaubesucher über touristische Angebote und neue Gemeinschaftsprojekte.
Doris Nothdurft (links) von der Gemeinde Mainhardt informiert am Gemeinschaftsstand der Schwäbischer-Wald-Kommunen die Gewerbeschaubesucher über touristische Angebote und neue Gemeinschaftsprojekte. © Foto: Gustav Döttling
Wüstenrot / Gustav Döttling 12.06.2018

Ich bin gekommen, um zu sehen, welche gewerblichen Angebote es in den Gemeinden in unmittelbarer Nähe meines Wohnortes gibt“, nennt Tanja Geschwill aus Mainhardt ihre Motivation, die gemeinsame zweitägige Gewerbeschau der Gewerbevereine aus Wüstenrot, Mainhardt und Großerlach zu besuchen. Am Sonntag herrscht bereits um die Mittagszeit Hochbetrieb auf dem Messegelände vor und in der Wüstenroter Georg- Kropp-Halle.

13 Aussteller präsentieren sich auf dem Freigelände, 21 Stände stehen in der Georg-Kropp-Halle. Vertreten ist neben kommunalen Institutionen ein breites Ausstellerspektrum aus Handel, Gewerbe und Dienstleistung. Neben 17 Wüstenroter Ausstellern sind acht Gewerbeschauteilnehmer aus Mainhardt dabei. Großerlach ist viermal vertreten. Als geschickter Schachzug der Gemeinde Wüstenrot und der veranstaltenden Gewerbevereine erweist sich die Zusammenlegung von Gewerbeschau und Wüstenroter Energietag.

Tipps zur Altbausanierung

Am Eingang des Messegeländes wartet auf dem Parkplatz das Sanierungsmobil der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg mit Tipps zur Altbausanierung auf Besucher. Zum Energietag-Thema „Elektromobilität“ hat die Kommune Timo Dietz aus Ellhofen eingeladen. „Die Nachfrage nach den Probefahrten mit unseren Elektrorollern ist groß“, berichtet Dietz. Vier verschiedene Fabrikate hat er zum Probefahren dabei.

Viel los ist ab der Mittagszeit in der Georg-Kropp-Halle. Im Foyer bewirtet das Wüstenroter Seniorenzentrum Martha-Maria die Besucher. „Das Gute ist, wir konnten auf die Erfahrungen aus den beiden vorherigen gemeinsamen Gewerbeschauen zurückgreifen“, sagt Matthias Thalhofer, 1. Vorsitzender des Wüstenroter Handels- und Gewerbevereins (HGV) und Einrichtungsleiter des Martha-Maria-Seniorenzentrums. „Diese gemeinsame Gewerbeschau ist eine gute Gelegenheit, das Zusammengehörigkeitsgefühl im magischen Dreieck wieder auszudrücken“, sagt Besucher Walter Mack aus Mainhardt. Da liegt er auf einer Linie mit den drei Bürgermeistern Timo Wolf aus Wüstenrot, Damian Komor aus Mainhardt und Christoph Jäger aus Großerlach, die die Schau am Samstag gemeinsam eröffnet haben. „Es hat mich persönlich gefreut, dass auch einige Mainhardter Firmen mitmachen“, sagt Komor. Er finde die Zusammenarbeit sehr wichtig, da die drei Gemeinden sehr viel Potenzial haben und heute so eng zusammenarbeiten wie noch nie.

„Ich möchte auch in Wüstenrot bekannt werden und neue Kunden gewinnen“, erklärt Forstausrüster Ulrich Brenner aus Mainhardt. Für den Pflegeberuf werben die Pflegedienstleiterinnen Nicole Schilde und Cornelia Walter vom Seniorenpflegeheim Lindenhof. „Wir möchten neue Pflegefachkräfte und Auszubildende gewinnen“, sagt Cornelia Walter. „Ich habe einen sehr guten Eindruck von der Ausstellung, alles ist sehr gut organisiert“, lobt Besucher Gerd Bokma. „Ein schlüssiges Konzept“, findet auch Gemeinderat Peter Wild aus Wüstenrot. Die drei Schwäbischer-Wald-Kommunen präsentieren sich an einem gemeinsamen Stand, um ihre Verbundenheit herauszustellen. Ein Schwerpunkt sind die gemeinsamen touristischen Aktivitäten. „Wir planen aktuell ein gemeinsames Gutscheinheft unserer Gewerbetreibenden, um den Zusammenhalt der Gewerbevereine weiter zu stärken“, gibt Doris Nothdurft von der Gemeinde Mainhardt ein noch nicht abgeschlossenes Projekt bekannt. Das Gutscheinheft könne man dann kaufen und verschenken. Gut besucht ist die Kinder- und Jugendbetreuung mit Aktionen von Naturparkführerin Sabine Reiss und Jugendreferent Christian Jeschke. „Unsere Erwartungen haben sich voll erfüllt“, sagt der stellvertretende Wüstenroter HGV-Vorsitzende, Dominik Weidner, gestern auf Nachfrage.

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