Vellberg Vellberg kann 2015 wahrscheinlich auf Kredite verzichten

In den Vellberger Kreuzäckern werden neue Häuser gebaut. Die Gemeinde erzielte aus den Bauplatzverkäufen deutlich höhere Einnahmen als zunächst geplant. Das verbessert die Haushaltslage.
In den Vellberger Kreuzäckern werden neue Häuser gebaut. Die Gemeinde erzielte aus den Bauplatzverkäufen deutlich höhere Einnahmen als zunächst geplant. Das verbessert die Haushaltslage. © Foto: Arslan Ufuk
Vellberg / SIGRID BAUER 06.10.2015
Erfreulich fiel der Finanzzwischenbericht von Kämmerer Oliver Taubald aus. Zwar verringert sich die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt etwas, doch konnte die Gemeinde mehr Bauplätze als erwartet verkaufen.

Mit sechs verkauften Grundstücken hatte die Gemeinde gerechnet. Tatsächlich sind es bisher mehr als doppelt so viele. Auf den 300.000-Euro-Kredit, der schon 2014 eingeplant war, kann sie deshalb wohl genauso verzichten wie auf fast 630.000 Euro, die sie heuer aufnehmen wollte, so Taubald in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er wies aber auch darauf hin, dass ein großer Teil der Bauplatzerlöse zur Deckung der Erschließungskosten nötig sei und, dass die Gesamtsumme aus den Grundstücksverkäufen unverändert bleibe, auch wenn dieses Jahr mehr Bauplätze als geplant verkauft wurden.

Der gute Rechnungsabschluss von 2014 hat die Rücklagen so weit erhöht, dass die Gemeinde von dort mehr Mittel zum Ausgleich des Haushalts verwenden kann. 212.979 Euro wären das nach heutigem Stand. Zum Jahresende 2015 hätte die Stadt dann Rücklagen in Höhe von 1,514 Millionen Euro. "Die Gemeindeprüfanstalt schreibt das so vor", erklärte Taubald. Erst wenn es keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten gibt, dürfe die Gemeinde einen Kredit aufnehmen.

Der Verwaltungshaushalt läuft etwas schlechter als geplant, so dass die Zuführungsrate zum Verwaltungshaushalt wohl um rund 100.00 Euro geringer ausfallen wird. Die Gründe sind unter anderem Einnahmeausfälle beim Kindergarten. So war die Kleinkindgruppe oft nicht ganz ausgelastet. Mehrausgaben gab es etwa beim interkommunalen Kindergartenausgleich und der Umgestaltung des Chemieraums in der Schule. Sorgen machen dem Kämmerer die geringen Zinseinnahmen wegen des niedrigen Zinsniveaus.

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