Im Berufungsprozess gegen den Haller Bestatter Jochen M. hat das Landgericht Heilbronn den Termin für Donnerstag, 15. März, aufgehoben. An diesem Tag war ursprünglich die Urteilsverkündung vorgesehen. Hintergrund ist laut Vorsitzendem Richter Frank Haberzettl, dass drei wichtige Zeugen bislang nicht aussagen konnten.

Die Befragungen sollen nachgeholt werden. Als weitere Fortsetzungstermine wurden Montag, 26. März, und Dienstag, 17. April, jeweils 14 Uhr, festgesetzt. Wann genau das Urteil gesprochen wird, ist unklar.

M. war 2015 vorm Amtsgericht Hall wegen gewerbsmäßigen Betruges in 18 Fällen zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Er soll teure Särge verkauft, Verstorbene dann aber in einfachen Pressspansärgen ins Krematorium gebracht haben – ohne Einverständnis der Hinterbliebenen. Jochen M. bestreitet jegliche Schuld und beteuert, auf Kundenwunsch gehandelt zu haben.