Jugendarbeit Unterschiedliche Förderwege für Jugend in Vellberg

Beim Herbstfest des SV Großaltdorf tanzen die Nachwuchsbienen. Die Jugendarbeit des SV wird, neben der des TSV Vellberg, des Vellberger Tennisclubs und des Schützenvereins Großaltdorf, weiter gefördert
Beim Herbstfest des SV Großaltdorf tanzen die Nachwuchsbienen. Die Jugendarbeit des SV wird, neben der des TSV Vellberg, des Vellberger Tennisclubs und des Schützenvereins Großaltdorf, weiter gefördert © Foto: Archiv
Bühlertal / Sigrid Bauer 09.11.2018
Der Vellberger Gemeinderat hat kürzlich neue Kriterien für die Vereinsjugendförderung beschlossen. Sie sollen transparenter und einfacher sein als die alten.

Schon seit 1992 fördert die Stadt Vellberg die Jugendarbeit der Vereine, zuletzt mit 6000 Euro jährlich. Das Geld wurde auf Antrag nach einem Punktesystem verteilt. Viele Punkte gab es für ein breites Sportangebot für Jugendliche. Auch die Anzahl der jugendlichen Mitglieder war ein Kriterium. Profitiert haben bislang fünf Vereine, der TSV Vellberg, der SV Großaltdorf, der Schützenverein Großaltdorf, der Vellberger Tennisclub und die DLRG.

Als auch Vereine nach Fördergeldern fragten und eine Aktualisierung der Entscheidungskriterien vorschlugen, habe sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigt, informiert Bürgermeisterin Ute Zoll. „Es ist im Gemeinderat einstimmig zu einer neuen Regelung gekommen, die einfacher und transparenter ist“, versichert die Bürgermeisterin dieser Zeitung. Bedingungen für die Jugendförderung sind: Vereinssitz ist Vellberg, die Hälfte der Mitglieder stammt aus Vellberg, der Verein steht allen Bürgern offen, er muss eingetragen und gemeinnützig sein, er hat mindestens 15 aktive Mitglieder und ein qualifiziertes, dauerhaftes Jugendangebot.

Die DLRG fällt raus

Förderfähig sind demnach vier Vereine: TSV Vellberg, SV Großaltdorf, Schützenverein Großaltdorf und Vellberger Tennisclub. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) fällt wegen fehlender Jugendarbeit aus der Förderung. Der Betrag richtet sich nach der Anzahl der jugendlichen Mitglieder. Damit bekommen der TSV Vellberg 3417 Euro, der SV Großaltdorf 2300 Euro, der Schützenverein 67 Euro und der Tennisclub 215 Euro. „Wir haben in einigen Nachbargemeinden angefragt und festgestellt, dass wir mit 6000 Euro Jahresförderung die Jugendarbeit gut anerkennen“, meint Ute Zoll.

Obersontheim hat ähnliche Bedingungen für die Jugendförderung wie Vellberg. Vereine, die sie erfüllen, erhalten auf Antrag pro jugendliches Mitglied derzeit zehn Euro. „2019 wird der Betrag erhöht. Dies wird alle fünf Jahre gemacht“, erklärt Bürgermeister Siegfried Trittner.

In Bühlertann gibt es bisher keine Förderung für die Jugendvereinsarbeit. „Es war bis jetzt gängige Praxis, dass die fälligen Gewerbesteuern einzelner örtlicher Vereine als Vereinsförderung verrechnet wurden“, erläutert Bürgermeister Michael Dambacher. Künftig solle die ­Förderung aber nicht am wirtschaftlichen Erfolg hängen. So­ziale Aktivitäten für Jugendliche und Senioren sollten der Maßstab sein. Ein Gemeinderatsaus­-
schuss arbeite derzeit neue Richtlinien aus. Die Gemeinde Bühlerzell zahlt keine Gelder für die Jugendarbeit, fördert ihre Vereine aber über Leistungen, beispielsweise durch die des Bauhofs.

Vereine zahlen keine Miete für Hallennutzung

Für die Sportplatzpflege sowie Räume und Hallen zahlen die Vereine in Vellberg, Obersontheim, Bühlertann und Bühlerzell nichts. Die Stadt Vellberg kostet das rund 180 000 Euro jährlich. Das finanzschwache Bühlerzell hat 2017 allein für die Sportplätze über 40 000 Euro aufgewandt. Bei großen Investitionen gewähren die Gemeinden in der Regel Zuschüsse, über die der Gemeinderat entscheidet. Obersontheim hat vor drei Jahren die Erweiterung der Schießhalle des Oberfischacher Schützenvereins mit 50 000 Euro gefördert. Das neue Bienenzentrum Bühlertal in Bühlerzell bekommt die Standfläche für seinen Container gratis. Üblich ist in den Gemeinden, dass die Vereine für Jahresfeiern oder andere Veranstaltungen in Gemeindehallen keine Miete bezahlen. siba

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel