Untermünkheim Schulküche wandert ins Schulgebäude

Gemeinderäte und Planer besichtigen den Physiksaal.
Gemeinderäte und Planer besichtigen den Physiksaal. © Foto: Oliver Färber
Untermünkheim / Oliver Färber 07.06.2018
Der Untermünkheimer Gemeinderat hat in seiner Sitzung über die Sanierung der Grundschule beschlossen. In diesem Zug soll auch die Schulküche aus der Weinbrennerhalle ins Schulgebäude ziehen.

Nicht nur im Schulhaus werden bei der angedachten Sanierung in Untermünkheim die Handwerker einziehen – auch in der Weinbrennerhalle: Da dort im Untergeschoss eine weitere Kinder­krippengruppe eingerichtet wird, zieht die Schulküche in den ehemaligen Physiksaal im Schulgebäude um. Auch die alte Kochertalgaststätte soll wieder erwachen und zu einer Mensa für Grundschul- und eventuell auch eines Tages für Kindergartenkinder umfunktioniert werden.

Allerdings wird das Projekt  insgesamt rund 1,93 Millionen Euro kosten. „Aber wir bekommen auf den Großteil 33 Prozent Förderung. Das ist nicht unerheblich“, machte Bürgermeister Christoph Maschke den Gemeinderäten in seiner Sitzung deutlich. Entgegen den ersten Plänen, laut denen der Physiksaal zu einem Kursraum umgebaut werden sollte, erläuterte Architekt Lorenz Kraft nun die aktuelle Idee, dass dort die Schulküche unterkommen soll. „Die acht Klassenzimmer reichen auch in Zukunft“, begründete er dies. Bei zwei vergrößerten Räumen würden wieder Trennwände eingefügt, um zusätzliche Kursräume zu erhalten. Und die Schulküche sei – da sie ja von Schülern während der Unterrichtszeit genutzt werde – im Schulgebäude gut aufgehoben.

Gemeinderätin Beate Breitkreuz stellte in Zweifel, ob der Platz im Physiksaal, der etwa zehn Quadratmeter kleiner ist, für die Schulküche ausreichend sei. „Wir haben jetzt viel Freiraum, aber es bleibt noch“, beruhigte Maschke. Breitkreuz hakte nach, was dann mit der abendlichen Nutzung, wie beim Männerkochen, sei. „Das geht auch in der Schule. Abends ist ja kein Unterricht“, so der Schultes.

Gemeinderat Bernd Wolf begrüßte den Vorschlag, dass die Küche umzieht. „Dann sind auch die Küchengerüche aus den Sportübungsräumen raus“, sagte er. Seinem Amtskollegen Hermann Stapf war es wichtig, dass künftig genug Platz fürs gemeinsame Essen bleibe – sonst könne auch der ehemalige Physikvorbereitungsraum dazu dienen.

Neu bei Krafts Plänen war auch die Umgestaltung der Kochertalgaststätte in ein Kinderhaus. Etwa 280.000 Euro innerhalb des 1,9 Millionen Euro Projekts werde dies verschlingen. „Rund 100.000 Euro davon sind allerdings Sanierungsarbeiten, die ohnehin anfallen würden, wenn man die Räume wieder nutzen will“, stellte er klar. „Wir investieren damit in die Zukunft“, meinte Bürgermeister Christoph Maschke. Das sahen auch fast alle Gemeinderäte so. Sie gaben bei einer Gegenstimme grünes Licht.