Untermünkheim Kindergarten wird zum Haus der kleinen Forscher

Spannung im Untermünkheimer Kindergarten Wirbelwind: Ob Holz, Tennisball, Schwamm oder Spüllappen schwimmen, erfährt der Nachwuchs, indem er das selbst ausprobiert.
Spannung im Untermünkheimer Kindergarten Wirbelwind: Ob Holz, Tennisball, Schwamm oder Spüllappen schwimmen, erfährt der Nachwuchs, indem er das selbst ausprobiert. © Foto: Oliver Färber
Untermünkheim / Oliver Färber 16.07.2018
Mit kleine Experimenten erlernen die Stopse des Untermünkheimer Kindergartens Wirbelwind mehr über die Phänomene des Alltags. Deshalb hat die kommunale Einrichtung die Plakette „Haus der kleinen Forscher“ bekommen.

Stimmt es, was Bürgermeister Christoph Maschke da behauptet? Schwimmt Holz wirklich? Der kleine Junge nimmt den Würfel in die Hand – und hält dagegen. „Ne. Der schwimmt doch nicht“, meint er. Der Nachwuchsforscher testet es gleich selbst. Im Rund der anderen Kindergartenkinder steht ein Zylinder mit Wasser. Vorsichtig legt der Bub das Holz auf die Oberfläche – und merkt schnell, dass der Schultes recht hat. Der Würfel wandert auf den Haufen der Gegenstände, die schwimmen.

„Bei uns im Kindergarten wurde schon lange immer wieder geforscht“, verrät Katharina Wirth, Leiterin des Untermünkheimer Kindergartens Wirbelwind. Vor einem Jahr hat man sich dann um die Plakette „Haus der kleinen Forscher“ beworben. Und nun ist es so weit: Annette Schmidt hat das begehrte Prädikat heute dabei. Die Auszeichnung wird von einer Stiftung herausgegeben, die dem Bundesministerium für Bildung und Forschung angegliedert ist. Es wird mit „größte Fortbildungsinitiative für pädagogische Fach- und Lehrkräfte“ beworben.

Draußen vor der Tür ist mit Kreide ein Willkommensgruß gemalt, drinnen singen die Kleinen ihr Begrüßungslied für die Gäste. „Heute ist ein besonderer Tag“, erklärt Gruppenleiterin Kristin Schien dem Nachwuchs. Annette Schmidt freut sich über den musikalischen Gruß. „Es ist schön, bei so vielen kleinen Forschern zu sein“, sagt sie. Sie habe erfahren, dass es schon viele Experimente im Wirbelwind gegeben hat. Dafür habe sich der Kindergarten die Forscherplakette auch verdient. „Ich bin ganz stolz auf euch“, meint sie.

Um die Ecke gucken

Das gilt auch für den Untermünkheimer Rathauschef. „Wir haben ja schon eine Plakette fürs tägliche Singen am Kindergarten“, erklärt er – und geforscht werde auf die ein oder andere Weise ja auch täglich. Schließlich entstünden schon im Alltag viele Fragen. „Warum schwimmt Öl auf Wasser? Warum hört man sich?“, nennt er Beispiele. Als Kind habe er besonders den Versuch gemocht, der es erlaube, um eine Ecke zu sehen.

Er lobt auch die Erzieherinnen, die sich mit dem Thema ausei­nandergesetzt haben. „Ich wünsche mir, dass ihr viele Fragen habt und darauf die richtigen Antworten bekommt“, schließt er seine kurze Rede. Für die Kleinen hat er etwas mitgebracht: einen Kescher, um Dinge wieder aus dem Zylinder zu holen – und Gummibärchen. Ob die auch schwimmen?

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