Reutlingen/Region Unkelbach wird Vizepräsident der Landes-IHK

"Akademisierung führt in die falsche Richtung" - Professor Dr. Harald Unkelbach.
"Akademisierung führt in die falsche Richtung" - Professor Dr. Harald Unkelbach.
Reutlingen/Region / SWP 27.11.2014
Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) hat auf der Herbst-Mitgliederversammlung in Reutlingen Harald Unkelbach zum Vizepräsidenten gewählt. Präsident bleibt Peter Kulitz.

Professor Harald Unkelbach möchte als BWIHK-Vizepräsident Akzente setzen. "Mir geht es vor allem um die Stärkung der dualen Ausbildung. Diese ist und bleibt der Schlüssel für unsere Fachkräfte in den Betrieben, um schnell marktfähige Produkte entwickeln zu können. Der Trend zur zunehmenden Akademisierung vor allem in Köpfen von Schülern und Eltern, aber auch der Politik, führt da in die falsche Richtung", sagte Unkelbach am Rande der Tagung. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung bei Würth sowie Präsident der IHK Heilbronn-

Franken.

Zum weiteren Vizepräsidenten ist Wolfgang Grenke (IHK Karlsruhe)

gewählt worden. Unkelbach und Grenke ersetzen Heinrich Grieshaber (IHK Bodensee-Oberschwaben)

und Burkhard Thost (IHK Nordschwarzwald).

Präsident Kulitz wird in einer Pressemitteilung des Verbands mit den Worten zitiert: "Die Bestätigung und das damit verbundene Vertrauen freut und bestärkt mich, den Interessen der baden-württembergischen Wirtschaft weitere zwei Jahre nachdrücklich Geltung zu verschaffen. Der BWIHK als erster Anwalt von über 600000 Unternehmen braucht eine starke politische Stimme. Ich freue mich sehr, dass mit den Herren Grenke und Unkelbach zwei in der Wirtschaft profilierte Persönlichkeiten in unseren Vorstand gewählt wurden." Von einer Sache sei Kulitz mit Blick auf die Landtagswahl 2016 überzeugt: "Es gilt, gerade im beginnenden Wahlkampf, die Landesregierung, die im Landtag vertretenen Parteien und alle politischen Strömungen in Baden-Württemberg konstruktiv aber auch kritisch bei Wirtschaftsthemen zu begleiten."

Vizepräsident Grenke sagte am zurückliegenden Donnerstag in Reutlingen: "Mir als weltweit agierender Unternehmer liegt besonders am Herzen, die Internationalisierung, der Schlüssel unserer exportstarken Wirtschaft, weiter voranzutreiben. Denn besonders für KMU sind die Märkte der Zukunft jenseits europäischer Grenzen zu finden."

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