Schwäbisch Hall Transall fliegt am Montag über Teile Schwäbisch Halls - Übung für Piloten

Die Transall fliegt am Montag über dem Optima-Gebäude.
Die Transall fliegt am Montag über dem Optima-Gebäude. © Foto: Andreas Scholz
WD 08.12.2015
Eine Transall-Maschine ist gestern in vorgegebenen Sektoren über Schwäbisch Hall geflogen. Es waren Übungs- und Ausbildungsflüge für die Piloten.

Mehrere Haller sahen am Montag die Transall-Maschine über der Stadt fliegen. Augenzeugen fragten sich: Warum und zu welchem Zweck ist das Transportflugzeug der Bundeswehr über der Stadt unterwegs? Ein Haller fragte sich, ob die Flüge mit der Vorbereitung auf einen BundeswehreEinsatz in Syrien zu tun haben.

Anruf beim Würth-Airport in Hessental, von dem aus das Flugzeug startete und wo es auch wieder landete. "Das sind Trainings- und Übungsflüge für die Ausbildung der Piloten", sagt Monika Weidner, Assistentin der Airport-Geschäftsführung. Die Bundeswehr habe die Vorschrift, eine bestimmte Anzahl von An- und Abflügen zu trainieren.

Piloten sollen sich auf neue Situationen einstellen

Mit der Transall-Maschine seien am Montag zwei Flüge trainiert worden. Weidner betont: "Das Flugzeug ist nur in vorgegebenen Routen unterwegs." Diese Sektoren könnten mitunter auch über bebautem Gebiet sein. Weidner: "Diese Trainingsflüge verlaufen alle in rechtlich korrektem Rahmen."

Die Anflüge dienen laut der Flugleitung ausschließlich dem Besatzungstraining. "Sogenannte Behelfsflugplätze sind recht klein und schmal" - die Flugleitung nennt als Beispiele Burg Feuerstein, Vilshofen, Eggenfelden - "und spiegeln die Gegebenheiten im Einsatzgebiet wider", etwa in Afghanistan und Afrika. Die Leitung teilt weiter mit: "Der Adolf-Würth-Airport zählt zwar nicht zu den kleinen Plätzen, aber auch hier müssen sich die Piloten auf neue Gegebenheiten und Situationen einstellen. Es macht keinen Sinn, immer am Heimatflugplatz zu trainieren."

Taktische Trainingsflüge fänden häufig in 500 Fuß über dem Boden (etwa 152 Meter) und durch ganz Deutschland statt. "Die Besatzungen sind angehalten, dicht besiedeltes Gebiet in dieser Höhe zu meiden, und halten sich auch daran." Vor allem Großstädte dürften nicht in dieser Höhe überflogen werden, so die Flugleitung.

Die Anflüge jetzt seien "normaler Trainingsbestandteil und haben nichts mit speziellen Einsatzvorbereitungen zu tun." Das Regierungspräsidium Stuttgart hat für das kommende Jahr 80 Anflüge für den Würth-Airport genehmigt.

"Durch unterschiedliche Verkehrssituationen und entsprechende Lenkung des Luftverkehrs lassen sich Überflüge über Wohngebiete hin und wieder nicht vermeiden." Das Luftverkehrsgesetz erlaube es der Bundeswehr, die Anflüge auf dem Würth-Airport zu machen.

Die Transall ist seit Ende der 60er Jahre bei der Bundeswehr. Das maximale Abfluggewicht beträgt 49150 Kilogramm. Die Maschine transportiert Personal und Material, setzt Fallschirmspringer und Lasten ab und wird als "Fliegendes Krankenhaus" und zur Evakuierung eingesetzt. Die Tragfläche der Transall hat laut Flugleitung 160 Quadratmeter Grundfläche.