Erweiterung Optima legt strammen Zeitplan vor

Hans Bühler vor dem Spatenstich. Seine Optima-Gruppe baut vieles neu, Altes wird erneuert, kündigt der geschäftsführende Gesellschafter an.
Hans Bühler vor dem Spatenstich. Seine Optima-Gruppe baut vieles neu, Altes wird erneuert, kündigt der geschäftsführende Gesellschafter an. © Foto: hb
Schwäbisch Hall / Jürgen Stegmaier 14.09.2017
Haller Optima-Gruppe vergrößert sich im Solpark erheblich. Sie schafft dort ein Zentrum für Materialwirtschaft und Logistik.

In den zurückliegenden 7 Jahren sei Optima um 50 Prozent gewachsen, erklärt Hans Bühler. Ihm gehört die Unternehmensgruppe, er führt sie auch. „Wir haben alle Reserveflächen verbraucht, wir benötigen enorm viel Platz“, machte er gestern beim Spatenstich im Solpark deutlich. Sein Unternehmen erwarb die Fläche vom schon bestehenden Optima-Standort entlang der Ostumfahrung bis fast hin zum ehemaligen Hubschrauberhangar von der Stadt. Dort entsteht bereits das neue Logistikzentrum. Dessen Bau bezeichnet Hans Bühler als die zweite Etappe in der notwendigen Erweiterung in Schwäbisch Hall.

Die erste Etappe hat sich teilweise schon im Westen der Stadt, am Standort Steinbeisweg, vollzogen. Abgeschlossen ist sie noch nicht. Dort wurde und wird die Fertigung vergrößert.

Im Westen und Osten der Stadt haben sich die Bereiche Materialwirtschaft und Logistik in den vergangenen Jahren getrennt voneinander entwickelt, macht Bühler deutlich. Jetzt sollen die beiden Komplexe im Solpark zusammengeführt werden. Dazu wurde zu Beginn des Jahres eine eigene Gesellschaft geschaffen, die Optima Materials Management GmbH. Deren Geschäftsführer ist Heiko Funk. Der Logistikbereich im Westen soll aufgegeben werden, auf den freien Flächen werden künftig Maschinen montiert.

Hans Bühler spricht davon, dass seine Unternehmensgruppe in die einzelnen Etappen insgesamt rund 60 Millionen Euro investieren werde.

Heiko Funk wird Hausherr sein im neuen Logistikzentrum von Optima. Der Bühlerzeller kam über Bausch+Ströbel sowie Bosch zum Haller Verpackungsmaschinenspezialisten. „Es ist ein strammer Zeitplan“, sagt Funk beim gestrigen Spatenstich. Am 30. Juni 2018 soll das Gebäude fertig sein. Ab 1. Juli will er mit seiner Mannschaft dort  einziehen.

„Höchster Leuchtturm“ der Maschinenbauer

Die Halle für Logistik und Materialwirtschaft soll 6000 Quadratmeter groß werden, die Büroflächen 1000 Quadratmeter. Sie werden in einem zweistöckigen Gebäude sein, das sich um eine weitere Etage vergrößern lässt.

Später entsteht zwischen dem Logistikzentrum und Optima-Pharma eine neue Unternehmenszentrale. Dort werden diejenigen Abteilungen einziehen, die für alle Optima-Gesellschaften arbeiten, wie beispielsweise die Buchhaltung.

Das Gelände, das jetzt neu bebaut wird, ist vom Solpark-Standort von Optima durch die rund 150 Meter lange Otto-Hahn-Straße abgetrennt. Dies soll sich ändern. Das Unternehmen beantragt, die Straße aufzugeben. Damit würde eine Einheit erzeugt, Optima müsste seine Teile nicht aufwändig auf einer öffentlichen Straße transportieren. Über den Antrag ist noch nicht entschieden.

139 800 Quadratmeter Gewerbefläche hat die Stadt Schwäbisch Hall im Solpark seit dem Jahr 2000 zur Verfügung gestellt, wie Hermann-Josef Pelgrim gestern veranschaulichte. Für die Stadt sei dies eine erhebliche Herausforderung, so der Oberbürgermeister, gelte es doch, zwischen Interessen der Öffentlichkeit und wirtschaftlichen Notwendigkeiten abzuwägen.

Als „höchsten Leuchtturm“ der Maschinenbauer im Landkreis Schwäbisch Hall bezeichnete Erster Landesbeamter Michael Knaus die Unternehmensgruppe Optima. Sie sei ein Garant für Arbeitsplätze. just