Frankenhardt Mit ungewöhnlichem Gefährt in den Urlaub

Hans-Gerd Wagner (links) und Volker Sperr starten heute mit Bulldog und Anhänger in Richtung Gardasee.
Hans-Gerd Wagner (links) und Volker Sperr starten heute mit Bulldog und Anhänger in Richtung Gardasee. © Foto: Christine Hofmann
Frankenhardt / Christine Hofmann 31.07.2018
Zwei Frankenhardter fahren mit einem Oldtimer-Bulldog und einem selbstgebauten Anhänger nach Italien.

Für Hans-Gerd Wagner und Volker Sperr aus Obertspeltach geht heute ein Traum in Erfüllung, den sie vor 30 Jahren zu träumen begannen: Sie fahren mit einem Bulldog von Frankenhardt bis zum Gardasee. Der Bulldog ist ein Eicher, Baujahr 1956, den Anhänger, der mit Sitzecke, Schlafplatz, Kühlschrank und Dachterrasse ausgestattet ist, haben die beiden Freunde eigens für diese Reise selbst gebaut.

„Uns gefällt das Zusammenspiel von Alt und Neu“, erklärt Schreinermeister Sperr und zeigt die moderne Version eines Bauwagens, die sich an den „Tiny Houses“ (winzige Häuser) aus den USA orientiert. Im Februar haben die beiden begonnen, den Anhänger zu bauen. Dabei legten sie Wert auf Funktionalität und Design. „Wir wollten auf unserer Reise einen Pausenraum dabeihaben – falls es mal regnet oder falls die Sonne zu arg scheint. Übernachten kann man auch darin, aber eigentlich wollen wir uns unterwegs Hotelzimmer suchen“, sagt Hans-Gerd Wagner.

Auf schmalen Wegen

Der Anhänger ist bereist vom TÜV abgenommen und gepackt, heute geht die Reise los. Der Bulldog darf natürlich weder auf der Autobahn, noch auf einer Schnellstraße fahren, deshalb geht es gemütlich auf Feldwegen bis nach Italien. Statt 450 Kilometer wird die Reise rund 700 Kilometer weit. „Über den Brenner müssen wir auch“, erinnert Wagner. „Aber da mache ich mir keine Sorgen: Das schafft der Bulldog. Und wir haben ja Zeit.“

Freilich geht es nicht darum, schnell anzukommen. Sieben Fahrtage sind eingeplant „Es ist eine Entschleunigung“, betonen die beiden Reisenden. Sie wollen die Fahrt genießen und ausgiebig Pausen machen.

Die Aktion schenken sie sich zum 50. Geburtstag, den beide in diesem Jahr feiern. „Wir schwätzen schon Jahre davon, dass wir das einmal machen wollen“, verrät  Volker Sperr. „Jetzt wird es wahr.“ 

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