Mainhardt Tausende Besucher sind beim Geburtstag dabei

Einen Anker übergibt Mainhardts Bürgermeister Damian Komor (rechts) am Freitagabend als Symbol an Roland Weiß, dem Vorsitzenden des Musikvereins. Schließlich seien die Musiker auch ein Anker im Zusammenspiel der Gemeinde.
Einen Anker übergibt Mainhardts Bürgermeister Damian Komor (rechts) am Freitagabend als Symbol an Roland Weiß, dem Vorsitzenden des Musikvereins. Schließlich seien die Musiker auch ein Anker im Zusammenspiel der Gemeinde. © Foto: Oliver Färber
Mainhardt / Oliver Färber 09.07.2018
Der Musikverein Mainhardt feiert drei Tage lang sein 70-jähriges Bestehen. Höhepunkt ist ein großer Festumzug am Sonntagnachmittag, bei dem ein großes Publikum am Straßenrand jubelt.

Roland Weiß wirkt am Freitagabend total entspannt. Warum auch nicht: 250 Helfer unterstützen den Vorsitzenden des Musikverein Mainhardt bei dem dreitägigen Geburtstagsfest. „Viele machen auch mehrere Schichten“, weiß er. Kein Wunder, dass Weiß ruhig in die nächsten drei Tage gehen kann.

70 Jahre sind die Instrumentalisten schon für die Rhythmen in der Waldgemeinde zuständig. Da darf es auch ein 2000-Mann-Zelt und ein kleiner Rummelplatz beim Freibad sein. Zum Auftakt am Freitagabend sind schon früh viele Besucher dort hingekommen – vielleicht wegen des schönen Wetters, vielleicht wegen dem freien Eintritts bis 21 Uhr zur Party mit den Tets, vielleicht weil Bürgermeister Damian Komor ein Fass Freibier ansticht.

Er lobt den Musikverein, der das Gemeindeleben begleite. Und er zollt den Aktiven Respekt: „Sie sind sehr professionell an das Fest herangegangen“, meint der Schultes. Das alles zu bewältigen funktioniere nur mit „einer tollen Mannschaft“. Zum Geburtstag gibt’s einen Anker – weil der Musikverein fest in der Kommune verankert sei.

Zum Fassanstich spielt eine kleine Gruppe des Musikvereins zünftige Stücke. „Damit wir auch spielen. Aber viele sind eben heute beschäftigt“, erklärt der Vorsitzende. Später gehört der Partyband Die Tets die Bühne, und es wird bis in den Morgen gefeiert.

Da ist es ganz gut, dass es am Samstag erst Abends weiter geht – und wie. Der Musikverein hat die Original Südtiroler Spitzbuam engagiert. Die Gruppe zieht viel Publikum ins Festzelt. „So 1100 Besucher sind schon da“, sagt ein zufriedener Roland Weiß. Die Stimmung ist ausgelassen, die Gäste tanzen, die Bedienungen haben viel zu tun.

Der Musikverein hat allerdings sein Fest digitalisiert. Während die Bestellungen aufgenommen werden, druckt es sie bereits an der Theke und in der Küche aus. Wenig später bringen Servierer sie an den Tisch. Das sorgt für Geschwindigkeit, wenig Frust und guten Umsatz.

Ex-Pfarrer hält Gottesdienst

So richtig haben die Mainhardter es noch nicht verschmerzt, dass ihr humorvoller Pfarrer Peter Kübler nach Güglingen gewechselt hat. Wohl deshalb sind etliche Besucher zum Gottesdienst am Sonntagmorgen ins Festzelt gekommen, den er mit musikalischer Unterstützung des Musikvereins hält.

Zum Mittagessen spielt der Musikverein Essingen. Während die Besucher im Zelt schlemmen und den Rhythmen lauschen, bahnt sich draußen großes an. Die vielen Parkplätze im Industriegebiet an der B 14 füllen sich. Menschen strömen in den Ort und versuchen einen möglichst guten Platz an den Straßenrändern zu ergattern – am besten bei 28 Grad natürlich im Schatten. Um 13.30 Uhr fällt der Startschuss für den großen Festumzug. Die Vereine, Gruppe und Organisationen haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um dem Publikum so manche Überraschung zu bieten.

Die Besucher, selbst die Ehrengäste auf der Tribüne am Rathaus, bekommen aber auch Wasser aus einer historischen Feuerwehrspritze ab. Bonbons fliegen, Schnäpse werden ausgeschenkt, Kühe und alte Schlepper ziehen ausgefallene Wagen. Das Publikum bedankt sich für das Engagement der Akteure mit großem Jubel.

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Programmpunkte hatte der große Festumzug zum 70. Geburtstag des Musikvereins Mainhardt – darunter die örtlichen Vereine und Organisationen aber auch viele Gäste.

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