Verbraucher Studenten und Landwirte in spe kooperieren

Sechstklässler der Realschule Öhringen bekommen hautnah Kontakt zum Unterrichtsthema Ei.
Sechstklässler der Realschule Öhringen bekommen hautnah Kontakt zum Unterrichtsthema Ei. © Foto: Yvonne Tscherwitschke
Kupferzell / Yvonne Tscherwitschke 15.02.2018

„Landwirtschaft macht Schule“, so heißt ein Projekt von Studenten und Landwirtschaftsschülern, das im vierten Jahr dazu beitragen soll, dass junge Menschen zu mündigen Verbrauchern werden. Das ist in den Augen von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) zunehmend wichtig. Deshalb will sie mithelfen, das Projekt in eine fünfte Runde und eine möglichst sichere Zukunft zu führen.

Die steht auf der Kippe, weil an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg die personellen Kapazitäten für ein kleines Seminar wie dieses mittlerweile eng seien, wie Dozent Frank Rösch erklärt. Seitens der Akademie für Landbau Kupferzell will man an der Kooperation festhalten, die zwischenzeitlich einen festen Platz im Akademie-Alltag habe, sagt Leiter Dirk Büttner. Der Bauernverband stehe hinter diesen Bemühungen, sichert Klaus Mugele vom Bauernverband Hall-Hohenlohe-Rems Unterstützung zu.

Mit einem runden Tisch „Schulbildung/Landwirtschaft“ will Gurr-Hirsch nun einen ersten Schritt tun, um das Projekt zu verstetigen.

Die vierte Runde von „Landwirtschaft macht Schule“ wurde auf dem Hof Specht in Zweiflingen-Orendelsall eingeläutet. Mit dabei war eine sechste Klasse der Realschule Öhringen. Nach drei Schulstunden zum Thema erfahren die Realschüler alles Wissenswerte rund um Henne und Ei. Die Realschule sei der richtige Partner, so Gurr-Hirsch und verweist auf den Wortstamm „Real“ und die Notwendigkeit des Projekts in einer Zeit, in der Landwirtschaft für die meisten Schüler eben nicht mehr direkt erfahrbar sei.