Beim Hohenloher Bauerntag der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall am Sonntag hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann für die BESH und seinen Gründer und Chef Rudolf Bühler eine Lanze gebrochen. Die BESH habe auf vorbildliche Weise den Gesellschaftsvertrag zwischen Bauern und Verbrauchern gestaltet. Die Produkte des Schwäbisch-Hällischen Landschweins seien Spitzenprodukte, „die besser bekannt sind als die hidden Weltmarktführer in Hohenlohe“. Damit meint er die erfolgreichen Maschinenbauer in der Region.

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Angesprochen auf die Rechtsstreitigkeiten zwischen der BESH und der Landmetzgerei gibt er erst am Dienstag Auskunft. Ob in dieser Sache eine außergerichtliche Einigung eine realistische Option ist, könne er nicht beurteilen, stellt Kretschmann fest. Idealerweise sollten regionale Produkte und die damit verbundenen Qualitäten für den Verbraucher nachvollziehbar sein. Marken dienten dazu, das geistige Eigentum, beziehungsweise das kulinarische Erbe einer Region zu schützen. Mit den Marken können Regelungen verknüpft werden – wer die Begriffe nutzt, muss diese Standards einhalten.

Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Zusätzliche Standards für Kollektivmarken

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Das Hohenloher Landschwein ist noch als Kollektivmarke eingetragen. Es läuft das Verfahren, es als geschützte geografische Angabe schützen zu lassen. Wie das Staatsministerium schreibt, können in diesem Verfahren „Dritte mit berechtigtem Interesse dazu Stellung nehmen und gegebenenfalls vor dem Patentgericht gegen bestimmte Vorgaben gerichtlich vorgehen“. Das Patentamt könne letztendlich selbst entscheiden, ob Qualitätsrichtlinien gerechtfertigt seien.

Landmetzgerei Setzer und Bauernverband Fleischqualität ist „mehrfach mit Gold prämiert“

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