Erste Hilfe Stiftung spendiert Übungs-Sets

Max und Timo aus der Klasse 7a der SRG üben zusammen mit ihrer Lehrerin Corinna Schneider die Wiederbelebung an den Übungspuppen.
Max und Timo aus der Klasse 7a der SRG üben zusammen mit ihrer Lehrerin Corinna Schneider die Wiederbelebung an den Übungspuppen. © Foto: privat
GAILDORF / swp 27.06.2018
Schüler der Gaildorfer Schloss-Realschule dürfen sich über Übungspuppen und einen Defibrillator freuen. Lehrer erhielten spezielle Schulungen, um die Kinder und Jugendlichen anzuleiten.

Die Schloss-Realschule Gaildorf kann nun dank des Projekts „Retten macht Schule“ der Björn-Steiger-Stiftung ihre Schüler ab der siebten Klasse zu potenziellen Lebensrettern ausbilden. Das Kollegium erhielt eine Initialschulung durch den Leiter der medizinischen Abteilung der Stiftung.

Nun kann die Schule selbstständig mit den Schülern die Wiederbelebung üben, heißt es in einem Bericht. Die Björn-Steiger-Stiftung stellte dafür kostenlos ein Lehrpaket mit fünfzehn Übungspuppen, einen automatisierten externen Defibrillator (AED) und ein Schulungshandbuch zur Verfügung. Ein einsatzbereites AED-Gerät der Stiftung sei bereits zentral im Schulgebäude, für alle Schüler, Lehrer und Besucher erreichbar, angebracht.

Hemmungen abbauen

Die Schulleiterin Michaela Staleker ist überaus dankbar für die Anregung, diese regelmäßigen Übungseinheiten an der Schule zu initiieren. Auf diese Art und Weise würden bei den Schüler bereits in jungen Jahren Hemmungen abgebaut, in Notfallsituationen tätig zu werden.

Seit 2012 stattet die Björn-Steiger-Stiftung nach eigenen Angaben Schulen mit AED-Geräten aus. Leider trauten sich viele Erwachsene die Herzdruckmassage und die Anwendung der öffentlich zugänglichen Laien-Defibrillatoren nicht zu, heißt es im Bericht weiter. Allerdings seien bereits Schüler ab der siebten Klasse physisch und psychisch in der Lage, lebenswichtige Maßnahmen durchzuführen. Je früher und regelmäßiger Jugendliche für diese Thematik sensibilisiert würden, desto wahrscheinlicher sei es, dass sie im Notfall tatsächlich Erste Hilfe leisteten, schreibt die Stiftung weiter. Die Björn-Steiger-Stiftung ist nach einem Unfall am 3. Mai 1969 gegründet worden. Damals wurde der achtjährige Björn Steiger auf dem Heimweg vom Schwimmbad von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock.

Mehrere Meilensteine

Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn-Steiger-Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements seien die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummern 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung und die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf, teilt die Stiftung mit. Aktuelle Initiativen widmeten sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.

Irgendwas zu lebensrettenden Maßnahmen...

Hier steht der Anlauf, und hier der Text

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