Braunsbachs Bürgermeister Frank Harsch kann sich auf eine Ehrung des Landes Baden-Württemberg freuen. Er bekommt die Staufermedaille verliehen. Dazu kommt der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag, 29. Oktober, um 18 Uhr in die Burgenlandhalle.

Viele Menschen haben Braunsbach wieder aufgebaut

Seit ein paar Wochen weiß Harsch über die Ehrung Bescheid. „Das war schon eine Überraschung und ich freue mich“, sagt der Bürgermeister auf Nachfrage. Er stellt aber auch klar, dass sich 2016 und auch danach noch viel mehr Menschen große Verdienste erworben hätten, als es darum ging, das „Großschadensereignis“ in der Kochertalgemeinde zu managen. „Das werde ich in meiner Dankesrede auch klar zum Ausdruck bringen“, so Harsch. „Allein hätte ich das niemals schaffen können.“

Der Bürgermeister bekomme die Staufermedaille als Auszeichnung „für seine beispielhaften Verdienste bei der Bewältigung der Flutkatastrophe im Mai 2016 und beim Wiederaufbaus seiner Gemeinde“, sagt Innenminister Strobl auf Nachfrage dieser Zeitung. „Mit fast übermenschlichem Einsatz war er von Beginn an als Katastrophenhelfer, Koordinator, Ratgeber und Stütze für verzweifelte Bürger bis hin zum Entscheidungsträger tätig. In schwierigsten Momenten hat er weit über seine Amtspflichten hinaus die ganze Spannweite menschlicher Helfermöglichkeiten gezeigt“, so der Unionspolitiker.

Auch danach habe Harsch „immer sachlich und mit großer Fairness seine Anliegen vorgetragen“ und sich für die Belange der Gemeinde eingesetzt. „Er gibt damit ein Beispiel für die hervorragend wirkende kommunale Selbstverwaltung im guten Zusammenspiel mit der Landesverwaltung“, so der Minister. Über die Würdigung von Harschs Einsatz und dem der Gemeinde hinaus sei die Staufermedaille für ihn ein Zeichen für die Verbundenheit des Landes mit der Gemeinde Braunsbach. „Nach wie vor können und dürfen sich die Menschen in Braunsbach auf das Land verlassen“, so der Minister. „Ich habe damals gesagt: ‚Wir lassen Braunsbach nicht alleine.‘ Und wir haben Wort gehalten.“

Anregung kam von CDU-Politiker Arnulf von Eyb

Die Auszeichnung mit der Staufermedaille erfolgt üblicherweise auf einen Vorschlag aus der Bevölkerung oder aus dem politischen Bereich hin. Persönlichkeiten zur Ehrung vorschlagen darf jeder Bürger des Landes Baden-Württemberg. Im Falle von Frank Harsch hat dies der CDU-Landtagsabgeordnete für den Landtagswahlkreis Hohenlohe, Arnulf von Eyb, angeregt. Braunsbach gehört neben Blaufelden, Gerabronn, Langenburg, Schrozberg und Untermünkheim sowie den Kommunen des Hohenlohekreises zu seinem Wahlkreis. „Daraufhin hat Minister Strobl die Auszeichnung vorgeschlagen“, erklärt Carsten Dehner von der Pressestelle des Innenministeriums in Stuttgart.

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Verdienste um das Gemeinwohl


Die Staufermedaille wird seit 1977 vergeben. Sie ist eine persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg. Mit der Medaille sollen Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines in der Regel ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden. Neben der Staufermedaille, die in der Regel 50 Mal jährlich vergeben wird, vergibt das Land Baden-Württemberg noch die Ehrennadel des Landes (pro Jahr ungefähr 400 mal) und den Landesverdienstorden, der pro Jahr etwa 30 Mal vergeben wird.